Linzerschnitte - tagged with samuel-hahnemann http://linzerschnitte.at/feed en-us http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sweetcron michael.kamleitner@gmail.com Homöopathie im Deutschen Museum – und beim WDR http://linzerschnitte.at/items/view/16578/homoopathie-im-deutschen-museum-und-beim-wdr

Klar, die Homöopathie als Irrlehre aus dem 19. Jahrhundert gehört auf den Kehrrichthaufen der Wissenschaftsgeschichte. Astronomen, Physiker und Chemiker haben längst ihren esoterischen Ballast abgeworfen”, schreiben Weymayr/Heißmann in “Die Homöopathie-Lüge”: Sie suchen nicht mehr nach dem Einfluss der Sterne auf unser Schicksal, nach dem Perpetuum mobile oder nach einem Verfahren der Alchemie, das Dreck in Gold verwandelt.” Und ebenso ist die Hahnemannsche Erfindung allenfalls noch von geschichtlichem Interesse. So hatte zum Beispiel das Deutsche Medizinhistorische Museum in Ingolstadt vor drei Jahren eine tolle Veranstaltung, bei der szenisch ein früher Streit um die Homöopathie nachgestellt wurde. Auch der “Nürnberger Kochsalzversuch” von 1835 ist eine Betrachtung wert: Direktlink zum Video auf Youtube So gesehen, kann das Deutsche Museum in München durchaus stolz auf seine “kleine homöopathische Reiseapotheke” in der Ausstellung Pharmazie im ersten Obergeschoss sein. Befremdlich mutet indessen ein Artikel dazu an, der in der aktuellen Ausgabe von Kultur & Technik – das Magazin aus dem Deutschen Museum erschienen ist: Similia similibus curentur” Anstatt einer historischen Abhandlung liefert der Autor schlicht gesagt eine Jubelarie auf die Homöopathie ab. Da ist die Rede vom “Universalgenie” Hahnemann und dessen “Schlüsselerlebnis” mit Chinarinde – ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, dass Hahnemann seine physiologische Reaktion – in völliger Unkenntnis der biochemischen Zusammenhänge – einfach falsch interpretierte. Da werden ellenlang die “Grundpfeiler der Homöopathie” referiert – ohne den leisesten Hinweis, dass diese aus heutiger Sicht blanker Unsinn sind. Dafür schmäht der Autor Klaus Gertoberens aktuelle kritische Bücher wie “Die Homöopathie-Lüge” kurzerhand als “Kampfschrift”, salbadert über “Missverständnisse und Vorurteile” und beschimpft die skeptische “Marburger Erklärung zur Homöopathie” von 1992 als irrationale “Anfeindung”. Kaum zu glauben. In der Selbstdarstellung von Kultur & Technik – das Magazin aus dem Deutschen Museum heißt es: Die Zeitschrift widmet sich der Bedeutung von Wissenschaft und Technik und ihrer Wechselwirkung mit der Kultur- und Sozialgeschichte. Anspruchsvolle Themen werden von anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verständlich aufbereitet.” Tja, fragt sich nur, von wem genau der “Similia similibus curentur”-Autor anerkannt” ist? Bestenfalls von den homöopathischen Interessenverbänden, für die er zum Schluss üppig Werbung macht. Und mit “Wissenschaft” hat der Beitrag schon rein gar nichts zu tun. Eher mit Lobbyismus in Reinkultur. Allerdings befindet sich das Deutsche Museum damit in guter Gesellschaft, denn auch das ebenfalls in München beheimatete Bayerische Fernsehen hat sich bekanntlich von Wissenschaft und Vernunft weitgehend verabschiedet:

Bayerisches Fernsehen: Nur noch PR für Pseudomedizin? GWUP-Blog am 3. Mai 2013 Homöopathie im BR: Peinlichkeit kennt keine Grenzen, GWUP-Blog am 24. April 2013

Wir werden sehen, ob es der WDR besser macht, der morgen (Montag, 6. Mai, 20.15 Uhr) den Beitrag Der Gesundmacher – Homöopathie und Naturheilverfahren” ausstrahlt. In der Ankündigung lesen wir: Der Gesundmacher trifft Gegner und Befürworter der Homöopathie. Seine Suche nach einem Wirksamkeitsbeweis führt Dr. Carsten Lekutat bis in die Schweiz. Und was einfache Entengrütze mit alternativer Medizin zu tun hat, das zeigt der WDR Gesundmacher.“ Mit der “Entengrütze” sind wohl die homöopathischen Wasserlinsen-Versuche gemeint, über die die Schweizer Skeptiker hier berichten. Und bis zur Sendung vertreiben wir uns die Zeit mit zwei neuen Artikel in befreundeten Blogs:

Hokus-Pokus-Salbe – selber machen: Bach-Blüten und Homöopathie, Chiemgau Gemseneier am 4. Mai 2013 Astral quantenbeschränkt: Schon wieder Homöopathie, Psiram am 1. Mai 2013

Zum Weiterlesen:

Gesamtschau der Studien zur Homöopathie, Detritus am 27. April 2013 Homöopathie: Faszination Unwissen, Kritisch gedacht am 27. April 2013 Warum Homöopathie zu wirken scheint, GWUP-Blog am 9. Oktober 2011 Ist die Wirksamkeit der Homöopathie endlich wissenschaftlich bestätigt? Oder: Heilt Homöopathie Krebs? skeptiker.ch am 24. April 2013 Die homöopathischen Wissensfeinde vom Bayerischen Rundfunk, Detritus am 23. April 2013 Hamlet und die Physik, GWUP-Blog am 17. September 2011 Hamlet und der Komplementär-Maschinenbau, GWUP-Blog am 1. Mai 2011 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp, GWUP-Blog am 16. April 2013 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp 2, GWUP-Blog am 16. April 2013 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp 3, GWUP-Blog am 17. April 2013 Wer heilt, hat Recht? Falsch, GWUP-Blog am 25. Februar 2010 Wer heilt, hat Recht (Teil 1), GWUP-Blog am 31. August 2010 Wer heilt, hat Recht (Teil 2), GWUP-Blog am 9. September 2010 Homöopathie und Co.: “Bei mir wirkt es aber …”, GWUP-Blog am 18. Februar 2012 Was hat die GWUP gegen Homöopathie? Teil I, GWUP-Blog am 1. Februar 2011 Homöopathie: Parallelwelt ohne Naturgesetze, Teil II,  GWUP-Blog am 2. Februar 2011 Medizin ohne geistige Umweltverschmutzung,Teil III, GWUP-Blog am 3. Februar 2011 Homöopathie: Unmögliches muss man nicht erklären, Teil IV, GWUP-Blog am 4. Februar 2011 Homöopathie: Wenn Skeptiker Hoffnungen zerstören, GWUP-Blog am 18. April 2013 Homöopathie, Ganzheitlichkeit und die sprechende Medizin, GWUP-Blog am 20. April 2013 Skeptiker als Pharma-Söldner? GWUP-Blog am 21. April 2013

       

]]>
Sun, 05 May 2013 13:24:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/16578/homoopathie-im-deutschen-museum-und-beim-wdr
Homöopathie im BR: “Medizin oder Mogelpackung?” http://linzerschnitte.at/items/view/16473/homoopathie-im-br-medizin-oder-mogelpackung

Mit dem heutigen Sonntag geht unsere “Woche der Homöopathie-Kritik” zuende. Nur noch zwei Hinweise:

Morgen Abend (Montag, 22. April) läuft im Bayerischen Fernsehen um 22 Uhr die Sendung

Homöopathie: Medizin oder Mogelpackung?” Die Ankündigung lässt zumindest nichts Gutes erahnen: Es gibt Fälle, in denen Homöopathie nachweislich wirkt. Wie, ist bislang noch unklar. Vielleicht stößt die Naturwissenschaft hier an ihre Grenzen. Noch gibt es jedenfalls keine wissenschaftlichen Forschungen, die der homöopathischen Praxis wirklich gerecht werden.” Das ist schlicht gesagt barer Unsinn, wie man zum Beispiel hier nachlesen kann:

“Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 1), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012 “Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 2), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012

Immerhin kann man während der Ausstrahlung live mit dem Autor der Sendung chatten, und zwar hier auf der BR-Homepage. Vielleicht braucht der Mann ja ein paar seriöse Recherchetipps für künftige Projekte.

 Nachträglich gratuliert auch Deutschlandradio Kultur dem Homöopathie-Erfinder Samuel Hahnemann zum Geburtstag:

Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer würdigt jenen Mann, … der sich große Verdienste um die Lebensmittelsicherheit erworben hat, namentlich um den Schutz vor Schwermetallen. Ja, er ist sogar einer der Begründer der Lebensmittelchemie in Deutschland.” Wieso dieses? Eingedenk der Tatsache, dass allein die Dosis das Gift macht, ersann er um 1800 die Homöopathie: In ausreichender Verdünnung konnte auch die giftigste Medizin nicht mehr schaden [...] Als aufgeklärtem Chemiker war Hahnemann klar, dass weder Ärzte noch Patienten an verdünnte Arzneien glauben würden, noch dazu wenn sie farblos sind. Bis heute wirkt bittere, bunte und teure Medizin am besten. Also schob Hahnemann 20 Jahre später den wohlklingenden Namen Potenzen für seine Verdünnungen nach. Er hatte die Gefahren erkannt, die von Arsen, Quecksilber und Blei ausgingen – egal ob aus der Apotheke oder in Lebensmitteln. So hat er unzähligen Menschen die Gesundheit erhalten oder gar das Leben gerettet. Er war nicht nur der erste Lebensmittelchemiker mit staatlicher Anerkennung, sondern auch einer der bedeutendsten Verbraucherschützer. Mahlzeit!” Zum Weiterlesen:

Allein die Dosis macht das Gift, Deutschlandradio Kultur am 20. April 2013 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp, GWUP-Blog am 16. April 2013 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp 2, GWUP-Blog am 16. April 2013 Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp 3, GWUP-Blog am 17. April 2013 Homöopathie: Wenn Skeptiker Hoffnungen zerstören, GWUP-Blog am 18. April 2013 Skeptiker als Pharma-Söldner? GWUP-Blog am 21. April 2013

     

]]>
Sun, 21 Apr 2013 19:22:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/16473/homoopathie-im-br-medizin-oder-mogelpackung
Die Woche der Homöopathie – ein skeptischer Nachklapp 2 http://linzerschnitte.at/items/view/16432/die-woche-der-homoopathie-ein-skeptischer-nachklapp-2

Fortsetzung von Teil 1

Apropos Homöopathen und Wissenschaft: Via Twitter fühlte sich eine Huschi-Fuschi-Anhängerin bemüßigt, uns mal wieder auf eine fromme Legende ihrer Zunft aufmerksam zu machen:

Bei Homöo wirkt die #Häufigkeit(1-x mal!)d.GabenNICHTdie Menge!“ Ah ja. Anscheinend haben die Schüttelreimer ihren Hahnemann gar nicht gelesen, denn im “Organon der Heilkunst” (§ 275) heißt es: Die Angemessenheit einer Arznei für einen gegebenen Krankheitsfall beruht nicht allein auf ihrer treffenden homöopathischen Wahl, sondern eben so wohl auf der erforderlichen, richtigen Größe oder vielmehr Kleinheit ihrer Gabe. Giebt man eine allzu starke Gabe von einer, auch für den gegenwärtigen Krankheitszustand völlig homöopathisch gewählten Arznei, so muß sie, ungeachtet der Wohlthätigkeit ihrer Natur an sich, dennoch schon durch ihre Größe und den hier unnöthigen, überstarken Eindruck schaden, welchen sie auf die Lebenskraft und durch diese gerade auf die empfindlichsten und von der natürlichen Krankheit schon am meisten angegriffenen Theile im Organism, vermöge ihrer homöopathischen Aehnlichkeits-Wirkung macht.” Abgesehen davon findet jeder Homöopath eine andere Ausrede, warum “10:23″ angeblich gar nicht funktionieren kann – das haben wir alles schon hier und hier ausgeführt. Dennoch haben wir uns mal im Blog der besagten Dame umgetan und uns von ihr über den “Hintergrund der homöopathischen Therapie” belehren lassen. Offenkundig kultivieren Homöopathen ihren ganz eigenen Fantasy-Trip – oder wie flauschig muss man sein, um solchen Nonsens zu glauben: [Ein homöopathisches Medikament] besteht aus einer Information/einem Ratschlag, der ihrer Person helfen kann wieder die Balance zu finden. Je stärker die Verdünnung (d.h. je weniger Ausgangssubstanz vorhanden ist), umso stärker wirkt sie, da feinstofflich tiefere Schichten der Persönlichkeit angesprochen werden.” So so. Dummerweise benötigt eine wie auch immer geartete “Information” stets einen Sender und einen Empfänger. Einen “Sender” gibt es in der Homöopathie nicht, weil Wasser keine Informationen speichern kann. Auf der “Empfänger”-Seite sieht es nicht viel besser aus: Wie nimmt unser Körper die gespeicherten, nicht-materiellen Informationen auf? Mit welchem Wahrnehmungsorgan, mit welchem Rezeptor? Über welches Hormon? Blutbahn oder Lymphe? Egal, denn alles, was unsere Heilerin, auffährt, wird in dem Artikel “Homöopathie ist Irrtum” von Dr. med. Wolfgang Vahle ohnehin zerpflückt. Und die wenigen konkreten Passagen ihres Aufsatzes verbrämen mit Bubblegum-Vokabular lediglich das, was Dr. Rainer Wolf und Prof. Jürgen Windeler auf der GWUP-Homepage so zusammenfassen: Kranke homöopathisch zu behandeln, scheint also in jeder Hinsicht der klugen wissenschaftsmedizinischen Strategie zu entsprechen, nichts zu tun, abzuwarten, bis sich der Organismus selbst hilft, und dabei den Placebo-Effekt optimal einzusetzen. “Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten zu unterhalten, während die Natur seine Krankheit heilt”, sagte Voltaire.“ Zum Weiterlesen:

Homöopathie ist Irrtum, Psiram am 7. April 2013 Rainer Wolf/Jürgen Windeler: Erfolge der Homöopathie – nur ein Placebo-Effekt? GWUP-Infos “Potenzierung” bei Psiram “Feinstofflichkeit” bei Psiram Es funktioniert doch: Belebtes Informationswasser im Test, naklar.at am 12. Juni 2012

     

]]>
Tue, 16 Apr 2013 15:57:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/16432/die-woche-der-homoopathie-ein-skeptischer-nachklapp-2
Hahnemann feiert Geburtstag – und die Skeptiker werfen eine Überdosis Globuli ein http://linzerschnitte.at/items/view/16349/hahnemann-feiert-geburtstag-und-die-skeptiker-werfen-eine-uberdosis-globuli-ein

Wenn ich richtig gerechnet habe, wäre Homöopathie-Erfinder Samuel Hahnemann am kommenden Mittwoch (10. April) 258 Jahre alt geworden. Unsere Huschi-Fuschi-Freunde rufen darob gleich wieder die “Internationale Woche der Homöopathie” aus, die heuer unter dem schönen Motto steht: Schicksalskrisen homöopathisch begleiten.” Am 13. April zum Beispiel findet in Münster eine Veranstaltung zum Thema “Homöopathische Krebsbehandlung” statt, bei der es nebenbei auch noch um anderen Schwachfug wie “Orgonenergie” geht. Angesichts dessen möchte man fürwahr niemandem das Schicksal wünschen, als schwerkranker Patient einem Homöopathen, “Alternativmediziner” etc.pp. in die Hände zu fallen. Die Folgen kann man unter anderem in dem Online-Portal “What’s the harm in homeopathy?” nachlesen – jenes, über das Psiram schreibt:  Nichts schadet nichts?” – Wer Euch mit diesem Bullshit das nächste Mal ankommt, dem haut Ihr diese Seite um die Ohren. Da wird ganz kühl Protokoll geführt, was den armen Leuten geschieht, die den falschen Versprechungen der “sanften Alternative” Glauben geschenkt haben. Was zum Beispiel Jaqueline Alderslade passiert ist: Ihr Homöopath riet ihr die Asthmamedikamente aufzugeben; sie erstickte. Oder Isabella Denley, deren Epilepsie sich ein Homöopath, ein Iridologe usw. annahmen. Sie starb mit dreizehn Monaten. Sarah Parkinson starb an Brustkrebs, den sie mit Homöopathie, Akupunktur und Geistheilung bekämpfen zu können glaubte. Und so weiter, listenweise, für jede sanfte Alternative. Was ist also das sanfte Nichts, das heute von allen Dächern gepredigt wird? Bei Schnupfen und Unwohlsein – NICHTS. Bei schweren Krankheiten – LEBENSGEFAHR.” Und weil das so ist, feiern auch die Wiener Skeptiker den Hahnemann-Geburtstag, und zwar mit einer 10:23-Aktion. Der Standard schreibt heute dazu: Die Wiener Skeptiker werden hoch verdünnte Globuli mit Namen wie “Phosphorus” (Phosphor), “Arsenicum” (Arsen) und “Strychnos nux vomica” (Brechnuss) einnehmen. Diese würden aber tatsächlich aus reinem Zucker bestehen. Das, was auf dem Etikett steht, sei in dem Mittel nicht enthalten, erklärt die GWUP.” Die Aktion findet am Mittwoch (10. April) um 18 Uhr am Stock-im-Eisen-Platz beim Stephansdom statt. Vor zwei Jahren sah das Ganze so aus: Direktlink zum Video auf Youtube Und wir sind gespannt, ob den Homöopathen endlich mal eine neue Ausrede gegen “10:23″ einfällt. Bis dahin stellen wir fest, dass den Low Potentials die Deutungshoheit über ihre Zauberkügelchen zunehmend verloren geht. Einen erfreulich kritischen Artikel brachte gestern die Westdeutsche Zeitung. Darin heißt es über den Erfinder der Unsinns-Methode: Als Samuel Hahnemann, geboren 1755, im Jahr 1810 erstmals seine Heilslehre aufschrieb, glaubte die Medizin noch an einen Lebensgeist oder eine Lebenskraft, unverzichtbar für Empfindungen. Von Körperzellen, Viren, Bakterien oder einem Immunsystem wusste man nichts. Man glaubte, Kranke reinigen zu müssen, durch Aderlässe, erzwungenen Durchfall und Erbrechen. Wunden brannte man mit kochendem Öl aus. Gegen diese brachialen Methoden wandte sich Hahnemann und suchte nach neuen Heilmethoden. Seine Theorie, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen, ist nach Ansicht vieler Experten in der Wissenschaft widerlegt.” Auch die Pro-Homöopathie-Leserkommentare unter dem heutigen Standard-Artikel sind von inhaltsloser Schlichtheit – und ohne Mühe zu widerlegen, etwa: Nehmen sie bitte 2 Gruppen von Menschen mit akuter Lungenentzündung. Die eine lassen sie Amoxicillin schlucken (böse Big Pharma!), die andere Homöopathika. Und dann wetten wir bitte um viel Geld, von welcher Gruppe am Schluss mehr Leute stehen.” Zum Weiterlesen:

Hochverdünnte Argumente: Die Ausreden der Homöopathen nach der 10:23-Aktion, GWUP-Blog am 9. Februar 2011 Das war 10:23, GWUP-Blog am 6. Februar 2011 Was hat die GWUP gegen Homöopathie? GWUP-Blog am 1. Februar 2011 Warum Homöopathie zu wirken scheint, GWUP-Blog am 9. Oktober 2011 Homöopathie und Co.: “Bei mir wirkt es aber …”, GWUP-Blog am 18. Februar 2012 Wer heilt, hat Recht? GWUP-Blog am 31. August 2010 “Die Homöopathie-Lüge”: Ein Interview, GWUP-Blog am 23. Dezember 2012 Homöopathie: Das falsche Verschwörungsopfer, Evidenz-basierte Ansichten am 8. Januar 2011

 

]]>
Fri, 05 Apr 2013 22:13:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/16349/hahnemann-feiert-geburtstag-und-die-skeptiker-werfen-eine-uberdosis-globuli-ein
Homöopathie, Minze und die richtige Zahnpasta http://linzerschnitte.at/items/view/12620/homoopathie-minze-und-die-richtige-zahnpasta

Dem Internet-Portal Die-Mark-Online entnehmen wir die Fahndung nach einer “Zahnpasta ohne Minze”, auf dass diese die Wirkung von homöopathischen Globuli nicht beeinträchtige: Freunde von uns haben es mit der Homöopathie. Die stecken sich drei kleine Kügelchen in den Mund und bekommen keinen Schnupfen – sagen sie [...] Also kaufte ich in der Apotheke mal Kügelchen, die gegen so kleine Infekte gut sind. Hertha und ich schluckten streng nach Anweisungen, als wir nach dem wahnsinnig verregneten Wochenende Anfang des Monats das Kribbeln in der Nase schon spürten. Und was soll ich sagen – der Schnupfen kam doch. „Das liegt an der Zahnpasta, Mensch. Die muss auch homöopathisch sein. Denn Minze hebt die Wirkung auf.“ Ach so, deshalb. Jetzt suchen Hertha und ich nach einer Zahnpasta ohne Minze. Aber in Otto-Normal-Verbraucherläden gibt es so etwas einfach nicht.” Kein Problem – einfach mal die Skeptiker fragen. Unsere Freunde vom Schweizer skeptiker-blog haben sie längst entdeckt: die “Homöopathie-verträgliche Zahnpasta”. Zahlreiche weitere Ausreden, um die objektive Wirkungslosigkeit der Homöopathie zu “begründen”, finden sich übrigens nirgendwo anders als im “Organon” von Old Hahnemann himself. Sie reichen von “Spargel mit langen grünen Spitzen” über “Lesen in wagerechter Lage” bis hin zu “Onanism” und “stark duftenden Blumen im Zimmer”. Ja dann … Zum Weiterlesen:

Aberglaube Homöopathie, Kritisch gedacht am 4. Juni 2008

]]>
Wed, 20 Jul 2011 18:01:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/12620/homoopathie-minze-und-die-richtige-zahnpasta