Linzerschnitte - tagged with religion-dummheit http://linzerschnitte.at/feed en-us http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sweetcron michael.kamleitner@gmail.com Buskampagne: Headhuntern Gottes? http://linzerschnitte.at/items/view/2847/buskampagne-headhuntern-gottes

Carina Kerschbaumer, personifizierter moralischer Zeigefinger, Pseudofeministin und leitende Redakteurin der “Kleinen Zeitung” (d.h. um zwei Ecken Angestellte der heiligen Mutter Kirche (Die “Kleine Zeitung” gehört dem österreichischen Medienriesen Styria Medien AG die sich zu 100 % im Besitz der heiligen Mutter Kirche befindet (98,33 % über eine Privatstiftung, 1,77 % über einen entsprechenden Verein))) widmet sich heute der sogenannten “Atheismus-Kampagne“, wie es ihr Kollege (sowohl als Journalist als auch als Angestellter der heiligen Mutter Kirche), die Heißluft-betriebene Provokationsspeerspitze der Rechtskonservativen, Michael Fleischhacker gestern schon tat (und hier tyndras Reaktion auf ihn, hier die von darkwin). Ihr wie immer vollkommen in sich schlüssigen Kommentar (Nur für Abonnenten online zugänglich), der nur leider implodiert sobald man ihn mit der Außenwelt in Verbindung bringt, ist religiöse Propaganda inklusive Geschichtsverdrehung vom feinsten. Aber von Anfang an. Kerschbaumer beginnt mit dem Hinweis, dass der Werberat die Kampagne nur mit knapper Mehrheit erlaubt habe. Zwar hat der Werberat keine echte Kompetenz (weder inhaltlich noch rechtlich), aber da die GeWista vorab dort angefragt hat, hätte sie im Fall eines negativen Statements wohl die Sujets abgelehnt. Insofern ist das schon richtig. Nur das mit dem Werberat eine ziemlich lächerliche Versammlung anscheinend von einigen Seiten viel mehr Anerkennung bekommt, als er in seiner Armut verdient, ist… hierfür aber egal. Bleiben wir beim Thema! Kerschbaumer fragt “Warum soll auch das Prinzip Religionsfreiheit nicht für Atheisten gelten?”, was ja an sich eine gute Frage ist. Und der Einstieg in die propagandistische Verdrehung. Aber zuerst führt sie noch aus, dass die Wiener Linien die Kampagne abgelehnt haben. Denn “Wäre auch gläubigen Schaffnern schwer zumutbar, in Bussen mit Sprüchen „Es gibt keinen Gott“ zu fahren.”. Ja eh, weil sonst hätte es in Wien massenhaft fälle spontaner menschlicher Selbstentzündung gegeben… Nun erwähnt sie, dass die Kampagne schon vor einiger Zeit auf englischen Bussen stattgefunden hat (wie war das den Gläubigen dort zumutbar?) und dass das für Proteste gesorgt hat. Doch Kerschbaumer fragt “Aber warum protestieren?”. Denn “Gott kommt ins Gespräch.” Nun wird es skurril. Und wie viele haben schon auf Tausenden Seiten über die Nicht-Existenz Gottes geschrieben, den Menschen zum Zufallsprodukt erklärt oder wie Bertrand Russell akribisch analysiert, warum sie keine Christen sind. Und damit oft eindrucksvoll bewiesen, wie stark die Existenz Gottes herbeigesehnt wird. Also dass die gesamte Evolutionsforschung und überhaupt die moderne Naturwissenschaft genauso wie die Philosophie bis zum Mittelalter und danach wieder eine Art Kompensationshandlung für die innere Leere sei, die wir ohne Gott empfinden, halte ich, vorsichtig gesagt, für vollkommen falsch, beleidigend, erstunken und erlogen und auch ein bisschen lächerlich. Nur ein bisschen lächerlich deshalb, weil man das innerhalb des Artikels in Relation sehen muss. Denn was folgt, ist, so leer, arm und schwach, das man, wenn es nicht im Dienste weltanschaulicher Propaganda stünde, Mitleid haben müsste. Was mir immer zur Frage, ob es Gott gibt, einfällt? Ein amerikanischer Arzt, Christ und Entwicklungshelfer, der bei einem Spaziergang auf die Frage, warum er nie an Gott zweifelt, stehen blieb, auf eine Blume zeigte und meinte: „Look at this flower. Don’t you see god in it?“ No. Aber Claudia Kerschbaumer findet die Kampagne gar nicht so schlecht. Eigentlich sogar gut, denn “Die Werber könnten am besten Weg sein, zu Headhuntern Gottes zu werden.” Diese Theorie begründet sie wie folgt: Der Slogan irritiert ja auch gleichgültige Christen, schockt, mobilisiert und provoziert Fragen, die sich selbst Christen oft nicht mehr stellen: Will ich leben ohne Gott? Sollen meine Kinder aufwachsen ohne Gott? Oder: Wie viel Gott darf es sein? Nur ein wenig bei der Erstkommunion, der Hochzeit, beim Begräbnis? Das basiert aber anscheinend auf der Annahme, dass die meisten Menschen eh gute Christen sind, oder sein wollen, wenn man sie wachrüttelt. Was sehr optimistisch ist, wenn etwa die von katholischer und evangelischer Kirche betriebene, in Österreich vom Institut für praktische Theologie durchgeführte (!) Wertestudie 2008 einen völlig gegenläufigen Trend zeigt. Im Übrigen bin ich der Meinung das in Österreich Staat und Religion sauber getrennt werden sollten.

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Sat, 18 Jul 2009 14:49:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/2847/buskampagne-headhuntern-gottes
Brian “Talking Dog” Griffin ist einer von uns. Irgendwie. http://linzerschnitte.at/items/view/1274/brian-talking-dog-griffin-ist-einer-von-uns-irgendwie

(via pharyngula)

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Mon, 30 Mar 2009 16:55:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/1274/brian-talking-dog-griffin-ist-einer-von-uns-irgendwie
Religulous - Filmstart am 2. April (AT/DE) http://linzerschnitte.at/items/view/1218/religulous-filmstart-am-2-april-atde

Am 2. April ist es endlich soweit: “Religulous” läuft in den österreichischen/deutschen Kinos an. Pflichttermin, für alle, die denken und nicht nur glauben. Inhalt: “Der Regisseur von BORAT! hat ein neues Thema gefunden: die Religionen und ihre Auswüchse in unserer Welt. Sein Protagonist, der politisch inkorrekte und Emmy-verwöhnte Fernsehtalker Bill Maher stellt in bester Harald Schmidt Manier Fragen und gibt Antworten wie Religionen sein könnten… nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Die Wortschöpfung des Titels ist Programm: „Religulous” ist zusammengesetzt aus „religious” (dt: religiös) und „ridiculous” (dt: lächerlich). Der erfolgreiche Satire-Talker Bill Maher wurde von Larry Charles in die Welt gesandt, um die Befindlichkeiten der großen Religionen in herzhaft unkorrekter Weise zu erkunden.” (quelle: senator.de)

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Thu, 26 Mar 2009 12:25:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/1218/religulous-filmstart-am-2-april-atde
Jesus auf der Rückenlehne http://linzerschnitte.at/items/view/1090/jesus-auf-der-ruckenlehne

Schade, dass es sich um eine Rückenlehne und nicht um den Rücksitz eines Autos handelt. Das würde vielen Gläubigen das Pilgern ersparen… (Quelle: heute, 19. März 2009, S. 3, links neben der Nackerten)

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Thu, 19 Mar 2009 11:24:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/1090/jesus-auf-der-ruckenlehne
Das Tier der Apokalypse ist der Computer http://linzerschnitte.at/items/view/982/das-tier-der-apokalypse-ist-der-computer

Ach wie barmherzig. In der katholischen Kirche ist halt auch immer - oder gerade - Platz für die (ver)irr(t)en Schäfchen. Zum Beispiel für die Mitglieder der sogenannten “Marienkinder”. Bis vor kurzem wurden sie von den Katholen noch als Sekte beschimpft, dank der Bamherzigkeit des Augsburger Bischofs Walter Mixa sind sie nun wieder Angehörige der Katholischen Kirche. Mitbegründer und geistiges Oberhaupt der Glaubensgemeinschaft der “Marienkinder” ist übrigens ein ehemaliger Maurerpolier namens Josef Zanker, der seine Schäfchen mittels körperlicher Gewalt, sexuellem Mißbrauch und Freiheitsentzug gefügig machte. Dem 2001 in Haft verstorbenen Zanker kann man auch die sehr kompakten Glaubensgrundsätze der “Marienkinder” zuschreiben. Besonders visionär finde ich übrigens die Identifizierung des Personal Computers als Satan. “Wer deshalb zu seinem Computer Aufforderungen wie “Komm!” oder “Mach schon!” spricht, öffnet den Postulaten der Marienkinder zufolge Satan die “Herzenstüre”, was letztlich in “Unglauben und Missachtung der 10 Gebote” münde.”  (Quelle: heise.de) Immer wieder interessant, wer bei der Katholischen Kirche so aller Unterschlupf findet.

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Sun, 08 Mar 2009 14:43:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/982/das-tier-der-apokalypse-ist-der-computer
Homosexualität und Kirche - eine Argumentationshilfe http://linzerschnitte.at/items/view/701/homosexualitat-und-kirche-eine-argumentationshilfe

Diese Argumentationshilfe habe ich soeben per Mail zugeschickt bekommen. Ich meine auch, wenn man sich schon an der Bibel orientiert, dann konsequent. Die Liste der biblischen Verfehlungen entstand anlässlich einer Radio Show. Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus18:22 ein Greuel wäre. Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.   Liebe Dr. Laura, vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte. Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind. - Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken? - Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie? - Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert. - Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen? - Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten? - Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren wie Muscheln oder Hummer ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen? - In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum? - Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben? - Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe? - Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14) Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist. Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

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Tue, 17 Feb 2009 08:16:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/701/homosexualitat-und-kirche-eine-argumentationshilfe
Religion fördert die Todesstrafe http://linzerschnitte.at/items/view/435/religion-fordert-die-todesstrafe

Der Artikel “Obama und die Todesstrafe” (Dank an Andrea für den Linktipp) zeigte mir wieder eine besonders bemerkenswerte Facette von Glaube und Religion. Der Artikel von Joachim diskutiert die verschiedenen Motivlagen die zu einer Befürwortung der Todesstrafe führen. Der Artikel meint, dass es bei Obama gerechtfertigt erscheint, wenn es sich um “besonders heimtückische Verbrechen handelt”. Wie man es aber dreht und wendet: Todesstrafe ist Mord. Auch bei Obama. Nun hat dieses Thema - es mögen sich die Historiker zu Wort melden, warum das so ist - gerade in den USA eine derart lange Tradition und ist dermaßen tief verwurzelt, dass eine Debatte über die Todesstrafe (oder auch z.B. den Waffenbesitz) für jeden Politiker politischem Selbstmord gleichkommt. Daran anzustreifen macht man nur, wenn es unbedingt sein muss. Wahlkämpfe sind solche Zeiten. Außerhalb derselben lässt man besser die Finger davon und so wird es auch bei Obama sein - wäre schön, wenn ich mich täusche. Worauf ich aber hinaus möchte ist folgende Hypthese: Gäbe es keine Religion, gäbe es keine Todesstrafe. Die Todesstrafe delegiert die Verantwortung an eine göttliche Instanz. Wäre atheistischer Glaube in der Gesellschaft verankert, würde man mit diesem Thema anders umgehen. Religion ist ein spekulatives Versprechen, das niemals eingelöst werden muss (vgl. Paul Schulz, Atheistischer Glaube, S64)!. Todesstrafe wäre keine Handlungsalternative, kein rational denkbares und moralisch vertretbares Strafmaß wenn wir davon ausgehen, dass es nur dieses eine Leben gibt. So einfach ist es! Und weiter: Dieses, das einzige Leben zu nehmen, ohne jede Rehabilitationschance, ohne jeden Reinkarnationsglauben muss zwingend zum Bemühen führen, die Dinge im Hier und Jetzt zu bearbeiten. Wie verwerflich die Taten auch immer gewesen sein mögen. Obama ist nun einer, dessen Verhalten auf religiös geprägtem Verhalten fußt - als Amerikaner könnte er wohl auch nicht anders. Damit ist es so gut wie ausgeschlossen, dass er auch nur einen Schritt in Richtung Abschaffung der Todesstrafe gehen wird. Letztlich würde er sich seine eigene moralische Grundlage entziehen. Er selbst lieferte indirekt das Argument: Hinreichende Empörung alleine reicht nicht aus, den Tod als Strafe zu fordern. Da braucht es auch den Glauben daran, dass eine höhere Macht den letzten Richter gibt. Letztlich muss das man wohl auch glauben, um ein Todesurteil mit seinem Gewissen vereinbaren zu können. Das ist schlicht und einfach falsch. Und das traurige ist: bei diesem Thema wird es keinen CHANGE geben.

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Sat, 24 Jan 2009 01:15:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/435/religion-fordert-die-todesstrafe
…Missionierung 2.0 auf Facebook http://linzerschnitte.at/items/view/386/missionierung-20-auf-facebook

Neue Welten zu entdecken und deren Bewohner zu bekehren ist ja bekanntlich eine Kernkompetenz der Katholischen Kirche. Diese Kompetenz  hat die Kirche längst auf die Massenmedien erweitert und missioniert auch via eigene Fernseh- und Radiosender, der Kronenzeitung und neuerdings auch immer mehr im Internet (kathtube.at, gloria.tv). Auch auf Facebook sind die Katholen mittlerweile angekommen, wie der ORF ganz erstaunt bemerkt. Crescenzio Sepe, der Erzbischof von Neapel hat schon ca. 5.000 Freunde angesammelt, diverse Orden wie die Jesuiten und Dominikaner haben wohl schon mehr Freunde als aktive Mitglieder. Auch Gottesgeschenk Kardinal Schönborn hat schon eine Fanseite, die mit 377 Fans noch ein bisschen hinterher hinkt.  Aber das wird sich sicher früher oder später andern, denn was für Künstler gilt, scheint auch für Katholische Würdenträger zu gelten: der tote Kathole ist der bessere Kathole. So hat Fake-Stigmata-Träger Padre Pio bereits über 10.000 Fans (auf vier Seiten verteilt) und eine eigenen Application. Und auch Papst Johannes Paul II. lässt den lebenden Klerus gleich noch viel älter aussehen.  Achja, und wenn wir schon beim Thema sind: auch  die Sektierer von Opus Dei missonieren fleißig und haben schon etwa 2.600 Mitglieder…. Nach sovielen unappetitlichen Fakten komme ich zur guten Nachricht: Facebook Group: “Atheist Agnostic Non-religous” (ca. 36.100 Mitglieder) Facebook Group: “Atheist Bus Campaign”  (ca. 19.600 Mitglieder) Facebook Group: “Antibrainwashing - Be an Atheist or Agnostic” ( ca. 3400 Mitglieder) Facebook Group: “AAA Atheist, Antitheists, Agnostics”  (dzt. 46 handverlesene Mitglieder) Facebook Page: “Atheism” (ca. 1.500 Fans) …und das sind nur einige davon. An alle Katholen, Missionierer und sonstige Betbrüder - bleibt bei euren Leisten. Missioniert gefälligst da, wo ihr hingehört. Am Sonntag, in der Messe, vor leeren Betbänken. An alle anderen: Jedes Mal, wenn ein Kathole einer Facebook-Gruppe beitritt, stirbt irgendwo ein Kätzchen. Helft mit, das zu verhindern. Tretet doch einfach einer der oben angeführten Gruppen bei.

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Tue, 20 Jan 2009 19:40:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/386/missionierung-20-auf-facebook