Linzerschnitte - tagged with politik http://linzerschnitte.at/feed en-us http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sweetcron michael.kamleitner@gmail.com Blogistan Panoptikum KW49 2009 http://linzerschnitte.at/items/view/4595/blogistan-panoptikum-kw49-2009

Jedes Jahr eine erneute Enttäuschung: kein Krampustreiben in Wien! Dafür bloß "überteuerter Glühwein auf überfüllten Weihnachtsmärkten" (=Klischeesatz der vorjährigen Wintersaison), ausbleibendes Schneetreiben und erbitterte Jagd auf originelle Geschenke. Möchten Sie dem ganzen Wahn entfliehen, dann lehnen Sie sich entspannt zurück: datenschmutz und Linzerschnitte blicken garantiert nicht auf den 24, sondern sieben Tage zurück - denn trotz der fallenden Außentemperaturen brodelt die Blogosphäre wie eh und je.

Die perfekte Facebook-Fanpage Sind wir nicht alle ein bisschen ...krank? Mobile Internetnutzung steigt rasant Bildbearbeitung online - ein Picnik! Obama weiß, was du einkaufst Social Media: No Joy with the ROI? Fickfreie Zone: die Top-Suchworte Noch eine Topliste: RSS-Technologien Ritchies Video der Woche Judiths Video der Woche Lesetipps der Woche

Die perfekte Facebook-Fanpage Social Media Anleitungen für Firmen und Brands kursieren in großer Zahl, in den meisten Fällen ist's schade um die vergeudete Lesezeit. Wer sich theoretische Abhandlungen sparen will und eine leicht verständliche Anleitung sucht, dem sei Jesse Stays Gastbeitrag auf Techipedia ans Herz gelegt: "How to create the perfect Facebook Fan Page" erklärt alle wichtigen Schritte von der Erstellung eines Custom-Tabs über die optimale Logo-Größe bis hin zu SEO-Überlegungen. Lesen und umsetzen, denn wie Jesse völlig richtig schreibt: As you can see, a Facebook Page is a powerful tool that you can use to enhance and strengthen your brand naturally using the tools Facebook provides. Be sure to leverage this tool, customize it, and make it work to get your brand in front of as many people and their friends as possible. Jesse, Gründer und CEO von Socialtoo.com, hat übrigens eine hervorragende Einführung für alle geschrieben, die sich näher mit den Untiefen der Facebook-Programmierung beschäftigen möchten: FBML Essentials Sind wir nicht alle ein bisschen ...krank? Wer zuviel twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden. Klingt wie der übliche Kulturpessimismus wohlmeinender Eltern aus Zeiten des Fernsehen-Hypes: "Du kriegst noch ganz eckige Augen".
Götz Mundle, Psychotherapeut und Spezialist im Fachgebiet der Psychosomatik wird in der Jänner-Ausgabe von "Psychologie heute" aber erklären, was genau er damit meint. Manche Menschen, so Mundle, stürzten sich in das "mediale Dauerfeuer, um persönliche Probleme zu verdrängen. Statt auf ihre innere Stimme und Warnsignale ihres Körpers zu hören, betäuben sie sich mit Müll aus dem Internet. Wer es als quälend empfindet, offline zu sein, und wem es nicht gelingt, einen Tag in der Woche komplett ohne diese Medien auszukommen, hat ein handfestes Problem. Besagtes mediales Dauerfeuer erhöhe außerdem die Produktion der Stresshormone Kortisol und Adrenalin, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leiden." Mundle: "Langfristig kann ein Burn-out-Syndrom die Folge sein." Nun ja, Mediziner und ihre Warnungen sind eine Sache. Bevor aber die gesamte Social Media Branche wegen Digital Burn Out in einer Psychomatik-Spezialklinik landet und die Krankenkassen noch mehr in den Ruin treibt, empfehlen wir (uns) für heute: Auch offline ist es hin und wieder ganz nett & Gute Nacht (nachdem Sie beim Fertiglesen des Panoptikums noch reichlich Kortisol ausgeschüttet haben). Anm. von datenschmutz: Ich kontere mit der Gegenthese: "Wer zu wenig oder gar nicht twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden." Widerleg das, Mundle! Oder, wie Mundl gesagt hätte: "Mei Twitta is ned deppat!" Mobile Internetnutzung steigt rasant Online-Umfragen sind immer so eine Sache: selbst wenn es heißt, es nahm "eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil" muss man im Zweifelsfall davon ausgehen, dass die Daten über irgendwelche Popup-Layer gesammelt wurden und eher arbiträr als signifikant sind. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage, die Scout24 gemeinsam mit Innofact durchgeführt hat, dass - oh Überraschung - mobiles Internet längst kein Exotendasein mehr fristet: jeder zweite Nutzer war schon mal mit seinem Handy online, jeder vierte nutzt häufig mobile Services: Mit 60 Prozent Nutzung und 29 Prozent intensiver Nutzung sind Männer die Vorreiter beim mobilen Internet. Die mobilen Surfer interessieren sich zu 71 Prozent stark für Nachrichten, 59 Prozent zählen Navigationstools zu ihren beliebtesten mobilen Services. 51 Prozent erfreuen sich an Mobile Shopping. Knapp 70 Prozent der befragten Online-Nutzer würden für mobile Applications extra zahlen, sofern der angebotene Dienst ihnen einen persönlichen Mehrwert bringt. Bildbearbeitung online - ein Picnik! Vor einigen Tagen war ich gezwungen, auf dem PC meines Vaters zu arbeiten. 13''-Röhrenmonitor, gefühlte 500 MB Arbeitsspeicher, Internet Explorer, keine Flash Updates etc. Und: Ich brauchte ein Bildbearbeitungsprogramm. Nicht einmal Standardsoftware war zu finden, von dem mir vertrauten Photoshop ganz zu schweigen. Da wagte ich den Versuch und googlte nach einem Online-Bildbearbeitungsprogramm. Ich wählte das erstbeste namens Picnik und war begeistert. Fotos skalieren, zuschneiden und grundsätzliche Bildbearbeitungstechniken ohne sich registrieren zu müssen, Bilder in verschiedenen Formaten und Qualitäten abspeichern, großartige Usability (kein Nachlesen erforderlich) und noch zusätzliche Tipps und Erklärungen. Wer sich registriert, kann seine Fotos außerdem automatisch bei FlickR, Facebook usw. uploaden. Das Service wird mittlerweile in Deutsch angeboten, für $24,90 pro Jahr ist auch eine Premiumversion erhältlich, die unter anderem Layers unterstützt. Wem Photoshop immer schon zu viele und zu komplizierte Funktionen hatte und außerdem zu teuer war, der wird in der Cloud glücklicher. Obama weiß, was du einkaufst Weil auf die USA fokussierte Terroristen natürlich die Warenwirtschaft ihres kapitalistischen Erzfeindes nicht auch noch unterstützen wollen, kaufen sie die Bauteile für ihre Bomben vorzugsweise in Europa. Also lassen die netten Politiker ihre Freunde von der Homeland Security natürlich in die Konten blicken - wenn auch seit neuestem nur für 6 Monate: Deutschland, Österreich und Ungarn machten demnach durch ihre Enthaltung den Weg frei. Den Kritikern des Abkommens ist es gelungen, die Laufzeit von ursprünglich zwölf auf neun Monate herunterzuhandeln. Allerdings bleibt das EU-Parlament unberücksichtigt - und zwar nur einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, der den Volksvertretern ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen gibt. Die Detailregelungen des Abkommens sind ein Hammer und verdienen es, an dieser Stelle näher beleuchtet zu werden (Swift-Volltext): Das US-Finanzministerium kann, dem neuen Abkommen zufolge, nicht einfach die Daten abholen, sondern muss einen möglichst genau definierten Antrag stellen. Wenn der angesprochene Finanzdienstleister nicht in der Lage ist, den angeforderten Datensatz eindeutig zu identifizieren, muss er eine größere Datenmenge an die für die Kooperation mit den USA verantwortliche nationale Polizeibehörde übermitteln, die sie dann an die USA weitergibt. Die Verwendung der Daten ist explizit auf Terrorfahndung beschränkt. Außerdem dürfen die Daten nicht zum automatisierten Profiling sowie im Rahmen von Data-Mining-Aktionen verwendet werden. Daten, die sich als nutzlos für die Fahnder herausstellen, müssen spätestens acht Monate nach deren Überprüfung gelöscht werden. Ein Richtervorbehalt bei den Anfragen ist nicht vorgesehen. Unglaublicherweise stellt diese Situation allerdings sogar ein "Verbesserung" gegenüber dem Status von vor 2006 dar, als US-Behörden ohne jegliche rechtliche Grundlagen massenhaft Finanzdaten auswerteten. Dass sich .at, .de und .ch ihrer Stimmen enthielten, lieferte der Opposition einiges an Munition, bleibt aber unverständlich - ebenso wie der Kommentar der österreichischen Innenministerin: Maria Fekter (ÖVP) bezeichnete das Interimsabkommen in einer Mitteilung vom Montag als "unbefriedigend". Sie habe sich daher der Stimme enthalten. Wow - wirklich eine beruhigende Haltung der Regierung in Sachen Europapolitik! Wenn uns irgendwas nicht passt, dann sagen wir - nix. Social Media: No Joy with the ROI? Ist Social Media aus wirtschaftlicher Sicht nur eine weitere Blase an überzogenen Erwartungen und Goldgräbertum, wie Community TV in den 90ern, Multitext in den 2000ern und nahezu alles, was mit Interaktion und Medien zu tun hat? Manches weist darauf hin: Firmen, auf deren nichtige Eigenwerbung man sich im Social Web gerne verzichten könnte, ernennen sich plötzlich zur Social Media Agentur und sprechen von Mehrwert - und man fragt sich: Wenn sie selbst im Social Web keinen Mehrwert bieten, wie wollen sie diesen ihren Kunden vermitteln? Social Media Berater, deren Schlüsselqualifikation es ist, einen Twitteraccount mit mehr als 500 Followern und Grundkenntnisse von Wordpress zu haben, vermehren sich wie Schweingrippeviren. Und jeder Round Table oder XY-Tag beinhaltet Social Media Slots, wo mit heißer Luft nicht gegeizt wird. Letztendlich gibt es ihn aber, den ROI von Social Media. Und wer weniger in Kampagnen denkt, sondern daran, Digital Relations aufzubauen, wird ihn früher oder später selbst erleben. Hier einige Beispiele dafür: Click here to view the embedded video. Fickfreie Zone: die Top-Suchworte Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, folgerichtig werfen die Suchmaschinenbetreiber ihre Statistikbots an - aus den aktuellen Hitparaden lässt sich so mancher Trend ablesen. Dass kommerzielle Angebote zum Thema Fortpflanzung an Relevanz verloren hätten, möge aber keinesfalls voreilig gefolgert werden: XXX-Suchworte filtern die Betreiber bedauerlicherweise aus. Dass die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen, legt eine aktueller Untersuchung des schwedischen World Internet Institute nahe: Men det är inte bara unga män som sexsurfar, även bland kvinnor är det nu 7% som uppger att de besöker sidor med sexuellt innehåll. Sexsurfar... hehe. 7% wär in der Tat nicht so wenig... die offizielle Hitparade wird indes in Deutschland von Megan Fox angeführt, während die Österreicher am häufigsten nach "Wien", "Youtube" und "Österreich" (wtf?) suchten. Dass URL-Suchbegriffe wie "ebay" oder "gmx" ebenfalls stark in den Top 10 vertreten sind, hat übrigens mit der Direkt-Weiterleitungsfunktion aktueller Browser zu tun, allerdings zählt ein solcher Aufruf eben auch als Suchvorgang. Bei Yahoo dagegen bleibt's weiterhin schwül, windig und orientierungslos: die Top Begriffe lauten Wetter, Routenplaner, Wikipedia (sic!), Telefonbuch, Horoskop und Erotik. Wer die Schweinegrippe überstanden, für seinen Opel die Abwrackprämie kassiert, einen Apfelkuchen verspeist und anschließend mit Monica Lierhaus und Lady Gaga beim Echo 2009 einen "Sturm der Liebe" entfachte, lag komplett im Plansoll. Noch eine Topliste: RSS-Technologien ReadWriteWeb hat mit der Veröffentlichung der "traditionellen" Best-Of Listen begonnen. Dass in den "Top Mobile Web Products" ausschließlich Android- und iPhone-Apps vertreten sind, mag auf einen gewissen redaktionellen Bias schließen lassen (und dass die Top-10-Semantic-Apps Liste überhaupt gefüllt werden konnte, verwundert), aber im Beitrag über die Top 10 RSS & Syndication Technologies of 2009 habe ich ein interessantes Service gefunden: Echo, from JS-Kit is a reverse syndication service for distributed social media conversations. It brings back tweets and other mentions to the page they refer to. The service is growing fast and becoming more sophisticated every week. New features come so fast and furious that it's overwhelming but the end result is an experience that brings the dispersed social web back together again. Grundsätzlich nichts, das nicht andere Plugins auch leisten könnten - die Twitter-Kommentare importiere ich schon längere Zeit via Backtype. Allerdings beherrscht Echo auch noch Unified Login und synchronisiert alle Importe mit dem WP-eigenen Kommentarsystem. Werd ich mir demnächst mal näher ansehen, immerhin bin ich ein großer Fan von Premium Services und Echo kostet $48 pro Jahr. In diese Kategorie fällt auch Fever, der Feedreader für Geeks: es handelt sich nicht um lokale Software, sondern um eine am eigenen Webserver gehostete mobile-taugliche Software. Mit $30 ein günstiges Weihnachtsgeschenk für alle, die keine Steckdosen für neue Hardware-Gadgets mehr frei haben. Ritchies Video der Woche Gerade mal 12 Jahre alt ist dieser äußerst talentierte Schlagzeuger - die Rhythmus- und Tempi-Wechsel in diesem Solo sind unglaublich - muss man gehört und gesehen haben! (Gefunden in Karola Rieglers Facebook Feed): Click here to view the embedded video. Judiths Video der Woche Einmal noch, okay? Dann mach ich wieder mal eine Pause mit Katzencontent. Aber dieses eine Mal muss noch sein....

Lesetipps der Woche

Steve Gillmor hat auf TechCrunchIT einen ausgedehnten Beitrag über die strategische "Aushungerung" Twitters durch Friendfeed veröffentlicht, in dem er auch auf die Problematik der "data ownership" eingeht. Lesetipp/Weihnachtswunschlistentipp: Gmail-User aufgepasst: Das Gboard ist da! Ein USB-Board, mit dem ohne Scrollen auf Gmail navigiert werden kann. Kostenpunkt 19 Dollar - http://www.gboard.com

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Rückschau und somit in der Gegenwart angekommen - wir hoffen, Sie hatten einen sanften Flug und freuen uns, Sie bald wieder an Bord des Blogistan Panoptikums begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie aus Sicherheitsgründen einen Kommentar ab, bevor Sie diesen Beitrag verlassen. Linzerschnitte und datenschmutz wünschen einen geruhsamen Restsonntag und einen beachtlichen Start in die kommende Woche; wir lesen uns am Montag! Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten? Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular. Copyright © 2008 This feed is for personal, non-commercial use only. The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint: )

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Sun, 06 Dec 2009 23:33:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4595/blogistan-panoptikum-kw49-2009
Ohio Mayor In Cross-Dressing Scandal! http://linzerschnitte.at/items/view/3685/ohio-mayor-in-cross-dressing-scandal

OMG! Scandalous boudoir pHOtos of East Cleveland Mayor Eric Brewer have surfaced just days before the primary elections. Of course! They always get out! The candidate will not confirm or deny the pics, but he asked the press, “Are you all part of the Eric Brewer for governor campaign? You need a sex scandal if you want to get to the next level.” Either way, there's no denying that whether he's at the office or in the bedroom - he's working it!

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Sat, 26 Sep 2009 02:00:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/3685/ohio-mayor-in-cross-dressing-scandal
Buskampagne: Headhuntern Gottes? http://linzerschnitte.at/items/view/2847/buskampagne-headhuntern-gottes

Carina Kerschbaumer, personifizierter moralischer Zeigefinger, Pseudofeministin und leitende Redakteurin der “Kleinen Zeitung” (d.h. um zwei Ecken Angestellte der heiligen Mutter Kirche (Die “Kleine Zeitung” gehört dem österreichischen Medienriesen Styria Medien AG die sich zu 100 % im Besitz der heiligen Mutter Kirche befindet (98,33 % über eine Privatstiftung, 1,77 % über einen entsprechenden Verein))) widmet sich heute der sogenannten “Atheismus-Kampagne“, wie es ihr Kollege (sowohl als Journalist als auch als Angestellter der heiligen Mutter Kirche), die Heißluft-betriebene Provokationsspeerspitze der Rechtskonservativen, Michael Fleischhacker gestern schon tat (und hier tyndras Reaktion auf ihn, hier die von darkwin). Ihr wie immer vollkommen in sich schlüssigen Kommentar (Nur für Abonnenten online zugänglich), der nur leider implodiert sobald man ihn mit der Außenwelt in Verbindung bringt, ist religiöse Propaganda inklusive Geschichtsverdrehung vom feinsten. Aber von Anfang an. Kerschbaumer beginnt mit dem Hinweis, dass der Werberat die Kampagne nur mit knapper Mehrheit erlaubt habe. Zwar hat der Werberat keine echte Kompetenz (weder inhaltlich noch rechtlich), aber da die GeWista vorab dort angefragt hat, hätte sie im Fall eines negativen Statements wohl die Sujets abgelehnt. Insofern ist das schon richtig. Nur das mit dem Werberat eine ziemlich lächerliche Versammlung anscheinend von einigen Seiten viel mehr Anerkennung bekommt, als er in seiner Armut verdient, ist… hierfür aber egal. Bleiben wir beim Thema! Kerschbaumer fragt “Warum soll auch das Prinzip Religionsfreiheit nicht für Atheisten gelten?”, was ja an sich eine gute Frage ist. Und der Einstieg in die propagandistische Verdrehung. Aber zuerst führt sie noch aus, dass die Wiener Linien die Kampagne abgelehnt haben. Denn “Wäre auch gläubigen Schaffnern schwer zumutbar, in Bussen mit Sprüchen „Es gibt keinen Gott“ zu fahren.”. Ja eh, weil sonst hätte es in Wien massenhaft fälle spontaner menschlicher Selbstentzündung gegeben… Nun erwähnt sie, dass die Kampagne schon vor einiger Zeit auf englischen Bussen stattgefunden hat (wie war das den Gläubigen dort zumutbar?) und dass das für Proteste gesorgt hat. Doch Kerschbaumer fragt “Aber warum protestieren?”. Denn “Gott kommt ins Gespräch.” Nun wird es skurril. Und wie viele haben schon auf Tausenden Seiten über die Nicht-Existenz Gottes geschrieben, den Menschen zum Zufallsprodukt erklärt oder wie Bertrand Russell akribisch analysiert, warum sie keine Christen sind. Und damit oft eindrucksvoll bewiesen, wie stark die Existenz Gottes herbeigesehnt wird. Also dass die gesamte Evolutionsforschung und überhaupt die moderne Naturwissenschaft genauso wie die Philosophie bis zum Mittelalter und danach wieder eine Art Kompensationshandlung für die innere Leere sei, die wir ohne Gott empfinden, halte ich, vorsichtig gesagt, für vollkommen falsch, beleidigend, erstunken und erlogen und auch ein bisschen lächerlich. Nur ein bisschen lächerlich deshalb, weil man das innerhalb des Artikels in Relation sehen muss. Denn was folgt, ist, so leer, arm und schwach, das man, wenn es nicht im Dienste weltanschaulicher Propaganda stünde, Mitleid haben müsste. Was mir immer zur Frage, ob es Gott gibt, einfällt? Ein amerikanischer Arzt, Christ und Entwicklungshelfer, der bei einem Spaziergang auf die Frage, warum er nie an Gott zweifelt, stehen blieb, auf eine Blume zeigte und meinte: „Look at this flower. Don’t you see god in it?“ No. Aber Claudia Kerschbaumer findet die Kampagne gar nicht so schlecht. Eigentlich sogar gut, denn “Die Werber könnten am besten Weg sein, zu Headhuntern Gottes zu werden.” Diese Theorie begründet sie wie folgt: Der Slogan irritiert ja auch gleichgültige Christen, schockt, mobilisiert und provoziert Fragen, die sich selbst Christen oft nicht mehr stellen: Will ich leben ohne Gott? Sollen meine Kinder aufwachsen ohne Gott? Oder: Wie viel Gott darf es sein? Nur ein wenig bei der Erstkommunion, der Hochzeit, beim Begräbnis? Das basiert aber anscheinend auf der Annahme, dass die meisten Menschen eh gute Christen sind, oder sein wollen, wenn man sie wachrüttelt. Was sehr optimistisch ist, wenn etwa die von katholischer und evangelischer Kirche betriebene, in Österreich vom Institut für praktische Theologie durchgeführte (!) Wertestudie 2008 einen völlig gegenläufigen Trend zeigt. Im Übrigen bin ich der Meinung das in Österreich Staat und Religion sauber getrennt werden sollten.

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Sat, 18 Jul 2009 14:49:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/2847/buskampagne-headhuntern-gottes
Zeugen Jehovas als Religionsgemeinschaft anerkannt http://linzerschnitte.at/items/view/1659/zeugen-jehovas-als-religionsgemeinschaft-anerkannt

Nach 30 Jahren der Bemühungen ist es soweit: die “Sekte” der Zeugen Jehova ist die 14. anerkannte Religionsgemeinschaft der Republik Österreich (mehr). Damit dürfen sie nun Mitgliedsbeiträge einheben, wohl auch konfessionellen Religionsunterricht in den Schulen abhalten und sich auch sonst noch ein paar Privilegien verschaffen. Persönlich freu ich mich ja schon auf die Vertreter der Zeugen Jehovas in medizinischen Ethikkommissionen, in denen nach wie vor Vertreter der anerkannten Religionsgemeinschaften gerne gesehen sind (Wir erinnern uns, die Zeugen Jehovas sind die, die Bluttransfusionen ablehnen). Als besonders empört über die Anerkennung der “gefährlichen Sektierer” als Religionsgemeinschaft zeigte sich übrigens H.C. Strache. Der Zahntechniker der Herzen, der derzeit Wien mit Sprüchen wie “Abendland in Christenhand” zupflastert, weiß wohl nicht, dass nach korrekter Definition auch das Christentum als Sekte (des Judentums) zu gelten hat. Nichtsdestotrotz, gäbe es in Österreich eine strikte Trennung von Staat und Religion und damit verbunden, KEINE Sonderrechte für anerkannte Religionsgemeinschaften, müsste man sich jetzt auch nicht aufpudeln. Und hier eine Liste der anderen staatlich anerkannten Sekten.

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Thu, 07 May 2009 13:01:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/1659/zeugen-jehovas-als-religionsgemeinschaft-anerkannt
Duales Systemdebakel: Kloiber will ATV halbieren http://linzerschnitte.at/items/view/1358/duales-systemdebakel-kloiber-will-atv-halbieren

In anderen Ländern mit vergleichbarer Struktur wäre von einem Medienskandal gröberen Ausmaßes die Rede, in .at dagegen rauscht die Ankündigung von ATV-Eigentümer Herbert Kloiber, die Hälfte der 130 Mitarbeiter zu entlassen und künftige Produktionsaufträge nicht mehr in Österreich zu vergeben, relativ ungehört durch den Blätterwald. Diese Maßnahmen wolle er umsetzen, sofern die “Medienförderung für private Sender in der Budgetrede am 21. April nicht einmal im Subtext vorkomme,” so Kloiber. Ich habe aus aktuellem Anlass ein Interview mit Alexander Millecker, Leiter der aktuellen Redaktion von ATV (aka Nachrichtenchef), geführt. “Vergleicht man heute ORF1 und ATV, dann läuft bei uns mehr selbst und in Österreich produziertes Programm - ORF1 sehe ich daher längst nicht mehr als öffentlich-rechtlichen Sender,” so XX. Die Stimmung unter den Mitarbeitern befindet sich verständlicherweise nicht gerade am Höhepunkt, trotzdem verstehen die meisten die Beweggründe ihres Chefs - denn ohne Druck der EU gäbe es in Österreich vermutlich heute noch kein duales System. Dem Standard ist die Meldung gerade mal 11 Zeilen wert, die Diskutanten finden die Ansage Kloibers großteils zynisch und menschenverachtend. Dass die Ansage keineswegs aus heiterem Himmeln kommt, sondern letztendlich das Resultat einer konsequenten Medienversäumnis-Politik darstellt, wird dabei natürlich mit keinem Wort erwähnt. Doch wir erinnern uns: vor nicht allzu vielen Jahren war die Alpenrepublik mit Ausnahme Albaniens das einzige europäische Land ohne privaten Rundfunkanstalten. Nicht zuletzt im Zuge des EU-Beitritts entstand Handlungszwang, entstanden Privatradios und Fernsehsender. In einem so kleinen Land wie Österreich gelten aber einige Spezifika, die Nationalökonomen unter dem Begriff “Economies of Scale” zusammenfassen. Bei knapp 8 Millionen Einwohner ist eben jede Sparte in absoluten Zahlen weitaus kleiner als in größeren Ländern. Sieht man Fernsehen trotzdem als öffentliches Gut an, muss eben der Staat angreifen und die Versorgung sicherstellen - und das hat er in immensem Umfang auch getan, aber eben nur für den staatlichen Rundfunk. Anders als ZDF und ARD in Deutschland beschränkt der ORFB sein Angebot keinesfalls großteils auf Non-Unterhaltung, ganz zu schweigen von einem abendlichen Werbeverbot. Die Mischfinanzierung aus Zwangsgebühren und Werbeeinahmen reichte bislang sogar aus, um eine ganze Armada “weißer Elefanten” durchzufüttern, denn selbstverständlich muss die ORF-Führungsriege von jeder neuen Regierung ausgetauscht werden. Da bleibt für die beiden Privatsender ATV und PULS4, die schon lange eine Beteiligung an den RF-Gebühren fordern, nix mehr vom Kuchen übrig, schließlich lässt sich staatliches Fernsehen viel besser mit der Politik verzahnen. Vor diesem Hintergrund wird der “Erpressungsversuch” Kloibers durchwegs verständlich. Was mich allerdings wirklich überrascht hat, ist die nicht bloß strategische, sondern faktische Inkompetenz der handelnden politischen Personen, die man mit etwas gutem Willen auch als Desinteresse bezeichnen könnte. Hier ein gekürzte Form des Interviews - das komplette Gespräch gibt’s als Stream zu Anhören: [Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.] Interview mit Alexander Millecker ritchie: Das Statement des ATV-Besitzers, die halbe Belegschaft entlassen zu wollen, sorgt für weniger Aufregung als man erwarten könnte - ist die Drohung ernst zu nehmen? Aelxander Millecker: Herbert Kloiber hat diese Ankündigung schon vor längerer Zeit in Cannes gemacht. Ich glaube, dass er sich die Sache sehr genau überlegt hat; eine solche Ankündigung macht man nicht leichtfertig. Es handelt sich um den traurigen Höhepunkt einer langen Geschichte der Ignoranz in der österreichischen Medienpolitik. Bereits zwei Vorgängerregierungen haben diese Förderung für privaten Rundfunkbetreiber versprochen und sogar in der Koalitionsvereinbarung verankert. Obwohl diese Ankündigung - ein paar dürre Zeilen - fast unverändert übernommen wurde, haben Gespräche gezeigt, dass offensichtlich kein Interesse besteht, diese Förderung auszuschütten. In der aktuellen Situation, in der quasi jedes Medium mit Werberückgängen rechnen muss, kann das natürlich durchwegs existenzbedrohend sein. Die Verantwortung trägt aus meiner Sicht ganz klar die österreichische Medienpolitik. ?: Wäre die Auszahlung eines Teils der ORF-Gebühren an private Rundfunksender ein gangbarer Weg? !: Natürlich könnte man von Seiten des Gesetzgebers her Rundfunk als “Public Value” ansehen und dann sagen, jeder, der Public Value anbietet, hat ein Recht auf öffentliche Förderung; das ist eine Möglichkeit, aber gar nicht unbedingt jene, die wir haben wollen. Wir bestehen auch gar nicht konkret auf einer speziellen Medienförderung. Was wir wollen, sind faire Marktbedingungen. Der ORF finanziert sich zu zwei Drittel durch Gebühren und zu einem Drittel über Werbung. Wenn der Herr Wrabetz - das muss man ganz offen sagen - aufgrund seiner nicht sehr glücklichen Programmpolitik und einiger anderer Faktoren jetzt einen höheren Finanzbedarf hat, dann ist das eine Sache. Aber in keinem anderen Land wird der Werbemarkt derart vom staatlichen Rundfunk dominiert; und wenn der ORF nun zusätzliche Ausweitung der Werbezeiten möchte, weil die Finanzierung in Krisenzeiten schwieriger fällt, dann muss man bedenken, dass sich privates Fernsehen nicht zu einem Drittel, sondern zu 100 Prozent aus Werbeeinnahmen finanziert; die Situation ist damit, wenn man so will, dreimal so schwierig. Wir hängen nicht an dem einen oder anderen Modell, sondern wir wollen faire Marktbedingungen und wir wünschen uns, dass die Regierung dem altbekannten Lippenbekenntnis zum dualen System endlich Taten folgen lässt. ?: Hat die Politik denn überhaupt ein Interesse an einer Veränderung der Situation? !: Erstaunlicherweise nicht, und zwar vollkommen unabhängig von der Parteiförderung. Man möchte meinen, dass in einem demokratischen Staat des 21. Jahrhunderts Medienvielfalt per se einen Wert darstellt, sonst wäre ja eine Presseförderung ebenfalls sinnlos. Niemand käme auf die Idee, den Standard oder Die Presse abzuschaffen, weil diese Zeitungen ohne staatliche Förderung nicht überlebensfähig wären. Dabei dominiert der ORF den Fernsehmarkt ja nicht nur Werbebereich, sondern auch den Einkauf - und überbietet trotz der angeblichen Finanzkrise Privatsender beim Einkauf von Serien und Filmen. Aber der Politik scheint die Situation kein echtes Anliegen zu sein. ?: Ich find’s ja unglaublich ignorant von SPÖ-Spitzenkandidat Faymann, den Diskussionsrunden im Privat-TV fernzubleiben - eigentlich ein deutliches Signal. !: Ich mir schon vorstellen, dass für Parteien bzw. Parteisekretariate der Umgang mit privaten Medien nicht so einfach ist. Sie haben hier weder Einfluss auf die Besetzung in meiner Redaktion, noch kümmert es mich, wenn irgend jemand anruft und glaubt, er könne sich bei einer Sendung rein- oder rausreklamieren. Das ist bei den Kollegen vom ORF wahrscheinlich nicht immer so, aber darin besteht auch unser Vorteil. Zuständige Politiker - ich möchte keine Namen nennen - wussten, wie sich in Gesprächen zeigte, nicht einmal, wie viele Mitarbeiter ATV hat. Da war die Rede von 50 Personen, dabei arbeiten allein am Standort Wien 120 Personen, dazu kommen natürlich noch die freien Mitarbeiter sowie sämtliche Produktionsfirmen und Dienstleister, die von ATV abhängen. Das sind insgesamt 400 bis 500 Arbeitsplätze, und insofern finde ich diese Einstellung der Politiker wirklich kurzsichtig: wenn irgendwo 100 Leute in Kurzarbeit geschickt werden, ist schnell mal ein Politiker zur Stelle, um eine Wortspende vor den Kameras abzugeben. Doch obwohl in diesem Fall mehrere 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze gefährdet sind, gab es bislang überhaupt keine Reaktion. Das komplette Interview anhören: [Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]

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Mon, 06 Apr 2009 23:47:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/1358/duales-systemdebakel-kloiber-will-atv-halbieren
Das Grüne Kreuz mit dem Religionsunterricht http://linzerschnitte.at/items/view/662/das-grune-kreuz-mit-dem-religionsunterricht

Vorweg: Warum werden hier gerade Die Grünen ins Kreuzfeuer genommen? Weil bei den anderen Parteien ja nicht einmal ein derartiges Diskussionsstadium erreicht ist und sich die Auseinandersetzung vorerst erübrigt. Die Grünen können sich scheinbar wirklich nicht durchringen gegen den Religionsunterricht zu mobilsieren und ich unterstelle, dass sie ihn eigentlich gerne aus der Schule raus hätten. Nebst Statements von Madeleine Petrovic und Susanne Jerusalem, hat sich auch Alev Korun beim Montagsgespräch des Standard im Haus der Musik dafür ausgesprochen, den Religionsunterricht schön an den Schulen zu belassen. Mit welchem Argument? Wortwörtlich “damit er nicht in irgendwelchen Hinterhöfen stattfindet” und von “Saudi Arabien finanziert wird”. Der einzige Mensch im Saal, der dem widersprochen hat, war Friedrich Schiller (AUGE), der sich aus dem Publikum zu Wort gemeldet und richtigerweise darauf hingewiesen hat, dass es sich dabei natürlich nur um eine Scheinlösung handelt. Indoktriniert wird, egal wo der Unterricht stattfindet und vom wem er finanziert wird. Der staatlichen Kontrolle entzieht er sich letztlich sowieso und der neue grüne Bildungssprecher Harald Walser räumt ein, dass die “größtenteils durchgeführte Trennung von Staat und Kirche” eben nicht und genau an diesem Punkt nicht vollständig vollzogen ist. Wenigstens Christoph Chorherr versucht sich in diesem Punkt mit leisem Widerstand und prangert die 30 Mio EUR schwere Subventionierung der Anti-Säkularen an.

Bild vom Montagsgespräch (schlechte Bildqualität courtesy of G1)

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Wed, 11 Feb 2009 14:02:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/662/das-grune-kreuz-mit-dem-religionsunterricht
“Weg mit dem Religionsunterricht!” meint profil http://linzerschnitte.at/items/view/567/weg-mit-dem-religionsunterricht-meint-profil

Diese Forderung ist weder einzigartig, noch ganz neu, aber das macht nichts, denn Christian Rainer bringt es wieder einmal richtig auf den Punkt. Die ganze Debatte rund um den irrlichternden Islamunterricht blendet gekonnt aus, dass seit Jahr und Tag den SchülerInnen der Kopf mit allem möglichen Unsinn vollgestopft wird, der sich weder mit Demokratie, Logik noch Naturwissenschaft vereinbaren lässt. Christian Rainer: So also sieht die Trennung von Staat und Kirche Anno Domini 2009 aus: Die laizistische Republik Österreich stellt ihre Schulhäuser und ihr Geld zur Verfügung, damit dort als Gegenpol zu Vernunft und Wissenschaft Glauben und Ritus vermittelt werden. Allerdings braucht der profil-Herausgeber keine Angst haben, dass er mit dieser Forderung alleine da steht. Siehe AKS mit ihrer Kampagne “Hände falten, Goschn halten“. Er hat wohl die Politik gemeint, die ihn hier im Stich lässt. Dennoch ist das neue profil nebst Rainers Leitartikel auch wegen dem Beitrag “Allah ist zu groß” und dem passenden Deix-Cartoon sehr zu empfehlen.

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Sun, 01 Feb 2009 23:44:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/567/weg-mit-dem-religionsunterricht-meint-profil
Laienintiative vs. Logik http://linzerschnitte.at/items/view/456/laienintiative-vs-logik

Und wieder einmal versucht sich eine Kohorte bigotter, ausrangierter Politiker als Erneuerer der Kirche. Diesmal an Bord: Erhard Busek (!), Andreas Khol und der eher unbekannte Ex-ÖVP-Abgeordnete Herbert Kohlmaier. Mit ihrer Laieninitiative wird wieder einmal der Versuch unternommen die Logik aus den Angeln zu heben. Die Forderungen sind der hübschen Website laieninitiative.at zu entnehmen.

Liebe katholische Laien, die röm.-kath. Kirche ist eine Offenbarungsreligion, keine Demokratie. Nochmal in aller Kürze: Gott hat es Abraham und Moses ins Ohr geflüstert, Jesus wurde als Sohn Gottes vom Heiligen Geist in Maria implantiert und ist aber eigentlich Gott selbst (trotzdem ist eine derartige Dreifaltigkeit monotheistisch) und der Papst ist unfehlbar. Wenn der Alte sagt, dass der Zölibat sein muss und Frauen in der zweiten Reihe zu stehen haben, dann ist das  zu akzeptieren. Das Fundament der Kirche mag zwar ein wirres Märchen-Geflecht sein und ein eventuell historischer Jesus mit dem im Neuen Testament keine faktische Schnittmenge haben, aber die römisch-katholische Kirche ist wenigstens als System in sich logisch. Daran zu glauben ist eine Sache, die Logik mit Füßen zu treten, eine Sünde aus säkularer Sicht.

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Mon, 26 Jan 2009 07:37:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/456/laienintiative-vs-logik
Lunacek und die SternsingerInnen http://linzerschnitte.at/items/view/357/lunacek-und-die-sternsingerinnen

Gerade der Zweck heiligt die Mittel nicht. Es ist völlig unerheblich, wofür die SternsingerInnen sammeln und wie sich die Kirche sonst noch karitativ engagiert, denn solche Aktivitäten übertünchen nur die Substanzlosigkeit der Religion an sich und dienen als willkommene Rechtfertigung/Ausrede für die Wichtigket der Kirchen. Das wissen Die Grünen natürlich und trotzdem empfangen sie anti-säkular abgerichtete, singende Kinder. Gerade von Ulrike Lunacek kann erwartet werden, dass sie als Politikerin hier öffentlich sensibler agiert.

Fotos auf flickr (diegruenenoesterreich)

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Sat, 17 Jan 2009 12:37:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/357/lunacek-und-die-sternsingerinnen
Das Jörgi-Marterl http://linzerschnitte.at/items/view/89/das-jorgi-marterl

Aus Mangel an Marienerscheinungen und sonstigen Wundern wird in Kärnten immer mehr der verstorbene Jörg Haider zur religiösen Ikone. Dabei hält man sich, so wie auch die katholische Kirche in ihrer Heiligenverehrung, gar nicht erst mit historischen Details auf. Ungeachtet dessen, dass Jörg Haider Populismus immer vor Menschen/-würde ging und er gerne Wasser predigte und Wodka trank, ist in Kärnten die Glorifizierung des Politikers in vollem Gange. Zu den Early Birds der Leichenfledderei gehörte da gleich mal der ORF Kärnten, der eine Haider-DVD vom Begräbnis mitverlegte bzw. -vertrieb, die Landespolitik hat mal schnell eine Brücke in “Jörg-Haider-Brücke” (bisher Lippitzbachbrücke bei Pliberk, äh, Bleiburg) unbenannt - und jetzt kommt auch noch ein Marterl inklusive Parkplatz an der Unfallstelle. [Quelle: kaernten.orf.at]

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Unfallsort Lambichl zum Wallfahrtsort wird, Pilgerstätte ist er ja bereits. Eine kleine Kapelle und diverse Jörgi-Devotionalien sollten da schon her. Gut, dass sich die Witwe Haider schon mal die Rechte am Namen ihres Mannes sichern hat lassen. Sonst hätte es womöglich Stefan Petzner getan.
PS: Über die verletzten religiösen Gefühle der Haider-Jünger hat Peter ein sehr zutreffendes Blogpost geschrieben.

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Sun, 28 Dec 2008 14:10:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/89/das-jorgi-marterl