Linzerschnitte - imported from supernature.at http://linzerschnitte.at/feed en-us http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sweetcron michael.kamleitner@gmail.com Brauchen wir Gott für die Moral? Aber nein! http://linzerschnitte.at/items/view/7039/brauchen-wir-gott-fur-die-moral-aber-nein

Mein Beitrag zum deutschen Kirchentag. taz, 14. Mai 2010...

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Sun, 16 May 2010 09:12:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/7039/brauchen-wir-gott-fur-die-moral-aber-nein
Brauchen wir Gott für die Moral? Aber nein! http://linzerschnitte.at/items/view/6497/brauchen-wir-gott-fur-die-moral-aber-nein

Mein Beitrag zum deutschen Kirchentag. taz, 14. Mai 2010…

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Sun, 16 May 2010 08:12:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/6497/brauchen-wir-gott-fur-die-moral-aber-nein
Wann wenn nicht jetzt? http://linzerschnitte.at/items/view/5888/wann-wenn-nicht-jetzt

Für zahlreiche ÖsterreicherInnen sind die laufenden Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, vor allem aber deren Umgang damit, der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und sie zum Kirchenaustritt bewegt. Für die Heilige Mutter Kirche ist das selbstverständlich schmerzhaft, schließlich geht es um die Vormachtstellung im Staat und die Dominanz des öffentlichen Lebens (was beides relativiert wird, je weniger “Vorsprung” die r.k. Kirche auf die anderen Religionsgemeinschaften hat). Außerdem gehen wertvolle KirchenbeitragszahlerInnen verloren. So bemüht sich die katholische Kirche, dagegen anzukämpfen. Was freichlich schon deshalb schwer ist, da jede ehrliche Bemühung der österreichischen Bischöfe, so wenig es davon auch gibt, von einem Vatikan der die Wörter “weltfremd” und “reaktionär” völlig neu definiert, untergraben wird. Auch die Bestellung der ehemaligen steirischen Frau Landeshauptmann, Waltraud Klasnic (ÖVP, Vorsitzende des katholischen Dachverbands Hospiz Österreich und der Freunde des Grazer Priesterseminars), zur (angeblich) unabhängigen Täter Kirchen Opferschutzanwältin, wurde außer von den Bischöfen selbst, gerade einmal von der Laieninitiative, einer Gruppe von ÖVP-PolitikerInnen, begrüßt. Nun ist zur Osterzeit die Kirche in Österreich ohnehin permanent präsent, und wäre nicht wieder der Vatikan mit antisemitischer Relativierung und totaler Verleugnung dazwischen gekommen, hätte es medial ein durchaus angenehmens Wochenende für die Kirche werden können. So bleiben der Kirche nur die eigenen Kanäle, um Imagekorrektur zu betreiben. Da kommt es gelegen, wenn man auf einen Medienkonzern wie die Styria zurückgreifen kann. Diese im Besitz der Diözese Graz-Seckau befindliche Medienmacht ist in Österreich vor allem in der Steiermark und in Kärnten durch die “Kleine Zeitung” präsent, die in etwa so kirchenkritisch ist wie das “Sonntagsblatt” (auch ein Printprodukt der Diözese Graz-Seckau). Die “Kleine” bringt am heutigen Ostersonntag folgendes Gedicht auf der Titelseite: NICHT MUTIG Die Mutigen wissen Daß sie nicht auferstehen Daß kein Fleisch um sie wächst Am jüngsten Morgen Daß sie nichts mehr erinnern Niemandem wiederbegegnen Daß nichts ihrer wartet Keine Seligkeit Keine Folter Ich Bin nicht mutig. Ich denke man muss schon relativ katholisch (oder religiös) sein, um in diesem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz eine positive Aussage über sich selbst zu sehen (irrationale Hoffung vor rationaler Weltanschauung, Unterwerfung vor Mut). Im Innenteil erzählen Prominente wie Hermann Maier oder Waltraud Klasnic, wie wichtig Ostern und die Auferstehung für sie ist, die Sonntagsbeilage erinnert an Mutter Teresa und in “Offen Gesagt”, so etwas wie der Leitartikel der “Kleinen”, erklärt der stellvertretende Chefredakteur Thomas Götz, wieso er nicht aus der Kirche austritt (was selbstverständlich ein Plädoyer dafür ist, es ihm gleichzutun). Angeblich war er kurz davor auszutreten, als Hans Küng die Lehrbefugnis entzogen wurde. Als der nun doch nicht so schnell selige Johannes Paul der II “dekretierte, über die Frage des Priestertums der Frau dürfe nicht einmal diskutiert werden”, war er nur noch empört. Die Missbrauchsfälle, die traditionelle Vertuschung auf Kosten der Opfer zwecks Täterschutz, die auch gleich neue Opfer in Kauf nahm, ärgern ihn schon auch. Aber deshalb der Kirche den Rücken kehren? Er fragt, was sexueller Missbrauch durch Priester, fehlene Streitkultur und Männerfixierung der Kirche den mit Jesus zu tun hätten? Und ist der Umstand, dass Einzelne dem Anspruch Jesu nicht gerecht werden, dass die Kirche als Ganze über lange Perioden weit neben der Spur lag, etwa ein Zeichen ihrer Gottverlassenheit, von Verrat am Gründungsauftrag? Die Antwort auf die erste Frage ist wohl “relativ wenig”, zumindest mit dem überlieferten Jesus. Aber jemand der seit 2000 Jahren tot ist, so er gelebt hat, kann sich eben schwer gegen den Missbrauch seines Namens wehren (außer er wäre als allmächtiges und allwissendes Wesen von den Toten auferstanden, aber wer glaubt sowas schon?). Die Antwort auf die zweite Frage ist Ja. Thomas Götz findet, dass es einfach ist die Frage mit Ja zu beantworten, und auch “ein bisschen selbstgerecht”. Er erzählt die Geschichte eines Journalisten, der Mutter Teresa fragte, was ihrer Ansicht nach in der Kirche nicht in Ordnung sei. Sie antwortete “Sie und ich”. Das ist, so Thomas Götz, radikal und unangenehm. Vor allem aber ist es falsch. In einer extrem hierarchischen Organisation, die eine lange Geschichte von schwersten Verbrechen die von ganz oben befohlen oder gedeckt wurden hat, in der das Individuum so es keinen zum Priester geweihten Penis hat, im Wesentlich egal ist, in der Demokratie ungefähr so angesehen ist wie eiternde Geschwüre, in der die Macht also klar hierarchisch auf wenige Männer aufgeteilt ist, die dafür aber überproportional sexistisch, antisemitisch, korrupt, rassistisch, pädophil, unmoralisch, mit der Mafia in Geschäftsbeziehungen, vor dem Gesetz auf der Flucht oder damit in Konflikt, oä, sind, die Verantwortung für das Ergebnis auf alle gleich zu verteilen, ist unfair, unddurchführbar und himmelschreiender Unsinn. Abschließend erzählt Götz dass der ehemalige Anglikaner John Henry Newman, der im 19. Jahrhundert zur kath. Kirche konvertierte und heuer selig gesprochen werden soll, in der Kirchengeschichte nach Bruchlinien gesucht habe, die eine Neugründung (also die anglikanische Kirche) rechtfertigen würden. Er hat nichts gefunden, und ist daher zur katholischen Kirche konvertiert. Auch Götz sagt, er bräuchte einen solchen Bruch, um über einen Kirchenaustritt nachzudenken. Keinen Bruch stellen die Missbrauchsfälle oder päpstliche Dekrete oder peinliche Äußerungen eines päpstlichen Predigers dar. Es kann also ganz offensichtlich nicht um einen Bruch mit dem Ursprung des Christentums gehen, dazu wären nämlich zumindest die Vergewaltigung von Kindern und deren Deckung durch sämtliche Autoritäten, ziemlich inkompatibel. Wenn selbst die höchste Autorität der Kirche nichts sagen, erlassen oder befehlen kann, das einen solchen Bruch bedeuten würde, dann wird es überhaupt schwierig. Aber selbst bei den von Thomas Götz unendlich tief gelegten Maßstäben schaff es die Kirchengeschichte locker, Episoden hervorzukramen, die sogar diese Standards noch unterlaufen. Wie genau die Klassiker der Kirchengeschichte, Kreuzzüge, Hexenverbrennung und Inquisition, Waffensegnungen im ersten Weltkrieg und Schweigen angesichts des Holocausts im zweiten, auch nur irgendwie in Kontinuität mit auch nur einem winzigen Bruchstück von dem, was über Jesus von Nazareth geschrieben steht, gebracht werden soll, kann vermutlich nichteinmal Thomas Götz vortanzen, weshalb er es auch gar nicht versucht.

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Sun, 04 Apr 2010 14:37:00 +0200 http://linzerschnitte.at/items/view/5888/wann-wenn-nicht-jetzt
Die verschleierte Wirklichkeit http://linzerschnitte.at/items/view/5634/die-verschleierte-wirklichkeit

Warum weder die immensen staatlichen Zuwendungen an die katholische Kirche, noch die anderen Aspekte ihrer Machtausübung aufgegriffen und ernsthaft durchleuchtet werden, fragt Waltraud Prothmann. Nun gibt es also jede Woche aufgeregte Fernsehdiskussionen und Kommentare zur sexuellen Gewalt an Kindern. Geistliche, die angeblich nichts ahnten, fallen  betroffen aus allen Wolken und geben ihre bedauernden Lippenbekenntnisse ab. Ansonsten verstecken sie sich wie eh und je – unerträglich  monoton in der Wortwahl –  hinter abwehrenden und relativierenden Floskeln. Erstaunlich ist, dass es offenbar ein Thema gibt, mit dem man noch verschämter und heimlicher umgeht, als mit den sexuellen Verfehlungen: Den von allen Steuerzahlern, ob katholisch oder nicht, aufzubringenden Mitteln  zur Erhaltung und Verbreitung einer herzlosen Religion. Es gibt heute so gut wie kein Ressort, in dem nicht gespart werden muss. Wir haben uns täglich mit Abstrichen in sozialen, Gesundheits-  und  Bildungsbereichen abzufinden, wir hören oder lesen  aber keinen Ton, der etwa die fortwährende, hohe staatliche Zuwendung an eine Institution hinterfragte, die  ausschließlich der Verbreitung ihrer lebensfernen religiösen  Lehren dient. Die von den Gläubigen bezahlte Kirchensteuer – und das wissen viele Menschen nicht einmal –  ist ein verhältnismäßig geringer  Teil zur Erhaltung  dieses Systems. Zum größeren  wird es von allen Steuerzahlern finanziert. Auch von jenen, die von dieser Institution diskriminiert oder ausgeschlossen werden: Den wiederverheirateten Geschiedenen, den Homosexuellen, allen nicht katholischen Bürgern; und sogar von den entlassenen Lehrern, die den moralischen Anforderungen nicht mehr genügen, wenn sie  unverheiratet eine Lebensgemeinschaft eingegangen sind. Wie will eine demokratische Regierung die Fortführung  des Konkordats aus dem Jahr 1934 für ein System rechtfertigen, das auf allen Ebenen  versagt? Die eigentlichen, system-immanenten Fragen wurden bisher nicht  gestellt. Der Sturm der Entrüstung um die Verbrechen an Kindern scheint ein kurzweiliges Ereignis zu sein, das man mit einigen Vorschlägen zur Prävention kosmetisch abzuhandeln  versucht. Wo bleiben die Fragen nach den Menschenrechten: Des Rechts der in kirchlichen Diensten stehenden Menschen auf ihr eigenes Fühlen und Denken, Lieben und Träumen? Weiß man doch, dass eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung grundsätzlich  nur dann möglich ist, wenn in jedem Lebensabschnitt entsprechende Veränderungen zugelassen werden.  Stattdessen werden idealistische, unerfahrene, sehr  junge Männer veranlasst, heilige Eide und ewige Gelübde zu schwören, um sie bis in die fernste Zukunft verfügbar zu machen. Schon das ist ein grober Machtmissbrauch. Eine andere, zu wenig hinterfragte Verfehlung dieser Kirche ist die unglaubliche Verachtung der Frau, ihre Herabwürdigung zur „Magd des Herrn“. Wo kommen Frauen in katholischen (Knaben-)Internaten als Betreuerinnen und Erzieherinnen vor? Wo sind sie in der konfessionellen Hierarchie? Das erzwungene Fehlen aller weiblichen Fähigkeiten, z. B. einer intuitiveren Kommunikation; die Diskriminierung emotionaler Wärme; die Abwesenheit eines lebendigen, gleichberechtigten Dialogs zwischen männlichen und weiblichen pädagogischen Konzepten in kirchlichen Einrichtungen – wer verantwortet diesen eklatanten Mangel? Die Erziehung klerikalen, sexuell unterdrückten Männern  zu überlassen ist fahrlässig. Dass kirchliche Dogmen über Ehe, Familie und Sexualität in Bischofssynoden von einigen hundert alten Junggesellen beschlossen werden, ist lächerlich. Dass  tausende Mütter erpresst werden,  den zölibatären Vater ihres Kindes zu verschweigen, damit  sie von kirchlichen Stellen wenigstens Alimente bekommen, ist unmenschlich. Dass für diese Kinder die Begegnung mit dem Vater – wenn sie denn überhaupt je stattfindet -  meist eine heimlich verklemmte oder schambefleckte ist,  müsste für alle natürlich empfindenden  Menschen eigentlich unerträglich sein. Diese Männer müssten angehalten werden, ihre Verantwortung wahrzunehmen. In Wahrheit werden sie unter Druck gesetzt, die Liebespartnerin und das Kind zu verleugnen. Hat man je von einer Ombuds-Stelle gehört, an die sich diese Frauen und Kinder wenden könnten? Eine solche Kirche  dürfte von staatlicher Seite nicht  länger finanziert werden. Und der Staatsfunk sollte der scheinheiligen Selbstdarstellung einer solchen Führung kein Forum bieten. Es wäre besser und „christlicher“, die  immensen Zuwendungen zur Verbreitung einer autoritären Ideologie  für soziale Projekte zu verwenden und sie an die Gleichstellung von Mann und Frau, wie sie etwa in der evangelischen Kirche längst verwirklicht ist und an demokratische Spielregeln zu knüpfen. - Kinder werden nicht nur in Männerklöstern misshandelt: Als im Advent des Jahres 2007 in einer  Fernsehsendung das „Europakloster Gut Aich“ bei St. Gilgen vom amtierenden Prior als „heiliger und heilsamer Ort, wo Menschen immerzu gut und verantwortungsvoll gewirkt haben“ vorgestellt wurde, blieb mir einen Augenblick der Atem weg. Dann schrieb ich folgenden Brief an ihn: Ich war als Kind von acht Jahren etwa neun Monate in Gut Aich. Heute, nach mehr als fünfzig Jahren, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut, wenn ich mich diesem „heiligen Ort“ nähere. Die traumatischen Erlebnisse dieser Zeit haben jedes Vertrauen in den Sinn  einer religiösen Erziehung in mir ausgelöscht. Was unter dem Deckmantel einer christlichen Moral – wahrscheinlich aus reiner Unbewusstheit zutiefst frustrierter Nonnen – dort an Kindesmisshandlung geschehen ist, wäre heute zum Glück kaum mehr möglich ….. Ich persönlich verdanke meine Befreiung aus dieser Kinderhölle einem agnostisch eingestellten Arzt, der meine Mutter von der krank machenden Atmosphäre überzeugen konnte…..“ (Eine der harmloseren, aber durchaus erschreckenden „Stichproben“ an uns kleinen Mädchen bestand darin, uns nachts, wenn wir schliefen, plötzlich die Bettdecke weg zu reissen, um zu überprüfen, „wo wir unsere Hände hatten“). Der Prior rief mich zwar an und fand meine Erlebnisse bedauerlich. Aber glauben könne er mir nur, sagte er, weil er wisse, mit wem ich verheiratet sei. Mein Mann (!) sei für ihn vertrauenswürdig. Das Wesentliche steht nicht zur Debatte Eine Analyse des inneren Zustandes der klerikalen Kirche blieb bisher aus. Trotz der erschütternden Vergehen kann man keinen verantwortungsbewussten strukturellen Veränderungswillen erkennen, leider auch nicht seitens weltlich-politischer Ordnungsmächte. Denn wesentlich wäre, die Kirche im Hinblick auf die mühsam erworbenen  Menschen- und vor allem Frauenrechte zu hindern, sich ungeniert imaginärer, spiritueller Fantasien zu bedienen, um suchende Menschen in ihre Abhängigkeit zu bringen. Die Zeit ist reif, ihr den absurden Anspruch auf beamtete Wahrheiten und die Anmaßung der Unfehlbarkeit grundsätzlich abzusprechen. Das aber liegt in der Verantwortung des Staates! Man muss sich doch fragen, welche zutiefst patriarchalischen Muster über die kirchlichen Machtstrukturen hinaus in unserer Gesellschaft noch wirksam sind, da eine von Frauenverachtung und Angstmache durchzogene Institution in ihrer verkrusteten Form so fraglos weiter getragen wird. Nur demokratische, weltoffene Einrichtungen können ihre Bürger aus religiösen Umklammerungen befreien. Waltraud Prothmann Freie Journalistin Kommunikationspädagogin Salzburg

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Wed, 17 Mar 2010 08:47:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5634/die-verschleierte-wirklichkeit
Missbrauchsfälle: AtheistInnen fordern systematische Aufarbeitung http://linzerschnitte.at/items/view/5572/missbrauchsfalle-atheistinnen-fordern-systematische-aufarbeitung

500 Millionen für konfessionelle Privatschulen sollten hinterfragt werden Österreichs atheistische und humanistische Vereine fordern, dass die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche auch von staatlicher Seite aufgearbeitet werden. Was in den vergangenen Wochen bekannt wurde, zeige eine Kultur der Angst, des Schweigens und der Vertuschung. Nur abhängige Stellen könnten das systematisch aufarbeiten, sagen die Vereinsvorsitzenden. Sie treten auch für eine bessere Hilfe für die Opfer ein. „Es hat über Jahrzehnte einen Staat im Staat gegeben, der systematisch verhindert hat, dass Täter vor Gericht kommen“, fasst Theo Maier, Vorsitzender des Freidenkerbundes, die bisher bekannt gewordenen Missbrauchsfälle zusammen. „Es wäre jetzt einfach, die gesamte Schuld an der jahrzehntelangen Vertuschung der katholischen Kirche zuzuschieben. Ich sehe hier jedenfalls auch eine Mitverantwortung der Republik Österreich und ihrer Behörden. Als Staatsbürger habe ich ein Recht zu erfahren, wer wann weggeschaut hat.“ Maier schlägt einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss oder eine Art Sonderstaatsanwaltschaft vor. „Wie das passiert, ist letztlich egal. Wichtig ist, dass es passiert. Und möglichst so, dass die Opfer nicht bloßgestellt werden.“ Auch Niko Alm von der Giordano-Bruno-Stiftung sieht eine staatliche Mitverantwortung. „Eine Kultur des Schweigens, der Vertuschung und der Angst kann nicht aus sich heraus entstehen“, sagt er. In den konfessionellen Privatschulen seien dringend Reformen angebracht. „Es muss sichergestellt sein, dass die Meldepflicht bei Verdachtsfällen auch dort gilt. Nur das garantiert einen Schutz von Kindern vor Übergriffen.“ Alm hinterfragt auch die öffentlichen Förderungen für konfessionelle Privatschulen. „Die Republik Österreich übernimmt gemäß dem Konkordat die Personalkosten dieser Schulen. Angesichts der Tatsache, dass die meisten jetzt bekannten Übergriffe  in solchen Schulen passiert sind, muss man fragen dürfen, ob die Republik Österreich wirklich jährlich 500 Millionen Euro für diese Förderungen ausgeben muss.“ Abgesehen davon müsse sicher gestellt sein, dass es genügend öffentliche Schulen gebe. „Es gibt Bezirke in Österreich, wo das Stiftsgymnasium die einzige AHS ist oder wo die einzige Schule mit Nachmittagsbetreuung von der katholischen Kirche betrieben wird. Das kann es nicht sein. Das zwingt Eltern geradezu dazu, ihre Kinder in diese konfessionellen Privatschulen zu geben.“ Erich Eder von den AgnostikerInnen und AtheistInnen für ein säkulares Österreich fordert unabhängige Ombudsstellen. „Bei aller Anerkennung für die Bemühungen der aktuellen Kirchenleitung hat sich gezeigt, dass das Vertrauen der Opfer in die kirchlichen Anlaufstellen nicht allzu groß ist. Abgesehen davon zeigt der jetzige Skandal, dass es in Österreich für Missbrauchsopfer nicht genügend Anlaufstellen geht, egal wo der Missbrauch passiert. Die sind oft genug im Stich gelassen worden. Das muss geändert werden.“ Wolfgang Huber von der Allianz für Humanismus und Atheismus fordert ein umfassendes Opferhilfepaket. „Hier muss es Entschädigungen geben, ähnlich wie in Irland und in Deutschland. Allerdings will ich nicht, dass wieder einmal die Steuerzahler einspringen müssen, damit Opfer kirchlichen Missbrauchs zu ihrem Recht kommen. Das muss die Kirche selbst erledigen.“ Heinz Oberhummer vom Zentralrat der Konfessionsfreien plädiert: „KatholikInnen müssen sich überlegen, ob sie eine Einrichtung, in der systematisch Kindesmissbrauch vertuscht wurde, unterstützen wollen. Für alle, die es nicht wollen, kann ich nur die Seite http://www.kirchenaustritt.at empfehlen“, sagt Oberhummer.

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Fri, 12 Mar 2010 21:37:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5572/missbrauchsfalle-atheistinnen-fordern-systematische-aufarbeitung
Zur Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime http://linzerschnitte.at/items/view/5403/zur-grundung-des-zentralrats-der-ex-muslime

Der Besuch der Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland Mina Ahadi in Wien am 26. Februar 2010 ist ein willkommener Anlass diese Organisation auch in Österreich zu etablieren. Der nun gegründete Zentralrat der Ex-Muslime will einerseits bei Alltagsproblemen helfen, die dadurch entstehen, dass ihnen durch den Islam eine Lebenseinstellung durch psychischen Druck aufgezwungen wird, die mit den hiesigen Werten und Leben einfach nicht mehr zu vereinbaren ist. Auf der anderen Seite will er gegen jegliche Art von Verletzung der Menschenrechte, wie Zwangsheirat, Ehrenmorde, Steinigungen und Genitalverstümmelung aktiv werden und für diejenigen sprechen, die das in ihren Ländern nicht tun können.

Die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime und dessen Beitritt zu den Konfessionsfreien werden von letzteren nachdrücklich begrüßt. Damit hat der Zentralrat der Konfessionsfreien nun bereits schon fünf Trägervereine, die sich zu dieser Dachorganisation vereinigt haben.

Mit der Gründung der Ex-Muslime wird in Europa ein wichtiger Prozess in Gang gesetzt, der dahin zielt, dass die Prinzipien der Aufklärung auch den Islam erreichen können. Man darf nicht vergessen, dass erst vor weniger als 400 Jahren das Licht der Aufklärung uns alle von den althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien des damaligen Christentums befreit hat. Das hat uns in Europa erst Demokratie, Toleranz, Freiheit und die Menschenrechte gebracht. Dass das gegen den teilweise erbitterten Widerstand der Kirche geschah, ist allgemein bekannt. Auch das europäische Christentum konnte nur Dank der Aufklärung gezähmt werden. Es bedurfte schon der entschiedenen Absage des damaligen Christentums von außen, dass auch die innerkirchlichen Reformen eine Chance hatten, sich durchzusetzen. Mit dieser Doppelstrategie sollte es möglich sein auch die Reformenbestrebungen im Islam selbst zu unterstützen.

Die Ex-Muslime als auch Konfessionsfreie stimmen in folgenden Punkten überein:

In unserer Gesellschaft sollte jeder Mensch das Recht haben seine Meinung offen sagen können und ein freies Leben führen dürfen, das nicht durch überkommene Regeln der Religionen beschränkt ist. Das muss selbstverständlich auch für jene gelten, die zufällig in eine islamische Familie hinein geboren werden.

Wir dürfen auf Menschenrechtsverletzungen und demagogische Hetze gegen die Werte der Aufklärung nicht mit „falscher Toleranz“ reagieren. Daher muss man auch gläubigen Muslimen abverlangen, dass sie die Regeln der Demokratie, Aufklärung und des Rechtsstaats akzeptieren. Nur ein Teil der etwa 400.000 in Österreich lebenden so genannten „Muslime“ sind tatsächlich im Sinne des Islams gläubig. Eine nicht geringe Zahl müsste eigentlich zu den Konfessionsfreien gezählt werden und sollte daher auch nicht durch die Islamlobby repräsentiert werden.

Bislang wurde die Islamkritik von der rechten Szene und vom fundamentalen Christentum vereinnahmt. Das sollte nach der Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime nicht mehr so leicht möglich sein.

Zum Abschluss: „In den Reihen der Ex-Muslime findet man häufig jene ganz besonderen Menschen, die obwohl es unbequem und gefährlich ist, sich für die Prinzipien der Aufklärung und gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen.“ Interview mit Cahit Kaya anlässlich der Gründung.

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Tue, 23 Feb 2010 23:46:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5403/zur-grundung-des-zentralrats-der-ex-muslime
Vortrag Mina Ahadi und Vorstellung der Ex-Muslime Österreich http://linzerschnitte.at/items/view/5346/vortrag-mina-ahadi-und-vorstellung-der-ex-muslime-osterreich

Veranstaltungshinweis Wann: Freitag, 26. Februar 2002, ab 16 Uhr (bis ca. 19 Uhr) Wo: Republikanischer Club (Rockhgasse 1, 1010 Wien)

Aus der Einladung (siehe Facebook Event) Mina Ahadi, eine bekannte Islamkritikerin aus dem Iran und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) Deutschland, wird am 26.2.2010 unser Gast in Wien sein. Sie wird über die immer wichtiger werdende europaweite Arbeit der ZdE-Organisationen berichten, und erklären, warum es einer starken und islamkritischen Gegenbewegung innerhalb der islamisch geprägten Community bedarf. Mina Ahadi, geb. 1956, ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, des Internationalen Komitees gegen Steinigung und des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe. Sie wurde Anfang der 80er Jahre Aufgrund ihrer politischen Tätigkeit gegen das iranische Mullah-Regime in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Bis 1990 lebte sie als Partisanin im Untergrund, dann gelang ihr die Flucht nach Österreich. Ahadi wurde im Oktober 2007 für ihr Engagement für Menschen- und Frauenrechte in London zur “Säkularistin des Jahres” gewählt. Aus diesem Anlass wird von Cahit Kaya über die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime in Österreich informiert und über aktuelle Probleme in Zusammenhang mit dem Islam gesprochen. Anschließend wird Mina Ahadi aus erster Hand über die neuesten Aktivitäten im Iran berichten und für Fragen aller Art zum Thema zur Verfügung stehen. Weiters wird sprechen: Heinz Oberhummer, Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien

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Sat, 20 Feb 2010 14:37:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5346/vortrag-mina-ahadi-und-vorstellung-der-ex-muslime-osterreich
Putting Faith in its Place http://linzerschnitte.at/items/view/5237/putting-faith-in-its-place

In Astrodicticums Blogpost “Anekdoten sind keine Daten und Religion ist irrational” (Bitte lesen!) bin ich auf folgendes Video gestoßen, das klar vor Augen führt, welche Scheuklappen die Geistergläubigen tragen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Putting Faith in its Place

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Sat, 13 Feb 2010 14:37:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5237/putting-faith-in-its-place
Buch von John Gray: Politik der Apokalypse http://linzerschnitte.at/items/view/5073/buch-von-john-gray-politik-der-apokalypse

John Gray propagiert mit diesem Buch zwar nicht explizit die Notwendigkeit einen Staat laizistisch zu gestalten, aber er führt diese dennoch klar vor Augen. Deswegen gibt es an dieser Stelle einmal eine Buchrezension. John Gray: Politik der Apokalypse. Wie Religion die Welt in die Krise stürzt (Klett-Cotta) Ist der Westen legitimiert in einen souveränen Staat, wie den Irak einzumarschieren, um seinen etatistischen Erlösungsmythos einer liberalen Demokratie mit Gewalt zu exportieren? Punkto Titel und v. a. Untertitel hat sich die Übersetzung etwas zu weit vorgewagt: “Black Mass. Apocalyptic Religion and the Death of Utopia” heißt es im Original und v. a. der letzte Teil bringt zum Ausdruck worum es Gray tatsächlich geht, nämlich nicht vorzuführen, dass Religion die Politik zur Apokalypse treibt, geschweige denn Religionskritik an sich zu üben, sondern zu zeigen, dass politische Utopien an ihr Ende gelangt sind. Als Ursprung der modernen, politischen Utopien, vom Historischen Materialismus zum Neoliberalismus und neokonservativen Ideologien benennt er den neutestamentlichen, christlichen Endzeitmythos (laut Gray ein fragwürdiges Geschenk des Christentums), der sich nach der Aufklärung in säkularer Tarnung wiederholt und in den Politreligionen des 20. Jahrhunderts (Nationalsozialismus, Stalinismus, Maoismus) gipfelt. Mit dem Irakkrieg (Bush: “Gott befahl mir…”) und dem Versuch eines v. a. amerikanischen Imperialismus liberale Demokratie mit Gewalt über die Welt zu verbreiten sieht er den Tod der Utopie gekommen. Grays Beweisführung ist in sich schlüssig, allerdings so umfassend, dass er praktisch alles und jeden attackiert und moderne Philosophie entweder als grobschlächtig, naiv, mindestens aber als utopistisch verblendet brandmarkt. Auch säkulare Staatsführung und humanistisches Denken bezögen sich letztendlich nur darauf, was sie ablehnen oder hingen Erlösungsgedanken in anderer Form an. Sein Gegenentwurf eines pragmatischen, unteleologischen Realismus kommt über eine kurze Skizze in seiner sonst klaren Analyse nicht hinaus. (Niko Alm)

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Sun, 24 Jan 2010 11:30:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5073/buch-von-john-gray-politik-der-apokalypse
“Gott behüte” – Jetzt als Taschenbuch! http://linzerschnitte.at/items/view/5072/gott-behute-jetzt-als-taschenbuch

Kaum ist das neue Jahrzehnt angebrochen, schon gibt’s ein neues Buch von mir im Buchhandel – und ich musste dafür nicht einmal viel arbeiten. “Gott behüte – Warum wir die Religion aus der Politik raushalten müssen”, 2008 im Ueberreuter-Verlag erschienen,…

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Sun, 24 Jan 2010 09:45:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/5072/gott-behute-jetzt-als-taschenbuch
Kirchenaustritt: Konfessionsfreie fordern Aus für Religionsprivilegien http://linzerschnitte.at/items/view/4950/kirchenaustritt-konfessionsfreie-fordern-aus-fur-religionsprivilegien

„Sinkende Zahl der Religionsmitglieder weiteres Argument für Trennung von Staat und Kirche“ Wien – Der Zentralrat der Konfessionsfreien fordert angesichts der steigenden Zahl der Kirchenaustritte ein Aus für die Religionsprivilegien in Österreich. Vor allem die dominante Rolle der katholischen Kirche müsste überdacht werden. Laut den Zahlen, die die röm.-kath. Kirche gestern bekannt gab, sind in Österreich erstmals seit Beginn der Erhebungen erstmals weniger als zwei Drittel der Menschen katholisch. Die Mitglieder der Religionsgemeinschaften stellen den Sinn der Religion in der heutigen Zeit selbst zunehmend in Frage. Diesen Schluss zieht Heinz Oberhummer, Obmann des Zentralrats der Konfessionsfreien, aus den jüngsten Kirchenaustrittsdaten. „Es wird Zeit, dass auch die Politik die gesellschaftlich und politisch dominante Rolle vor allem der katholischen Kirche kritisch prüft. Die heimischen Parteien halten angesichts dieser Situation trotzdem scheinbar unbeeindruckt wie bisher an Konkordat, Religionsunterricht und ähnlichen Privilegien fest. Das ist aber sicher nicht die Aufgabe des Staates und passiert vor allem auf Kosten der 1,8 Millionen Konfessionsfreien in Österreich.“ Vor allem den konfessionellen Religionsunterricht in öffentlichen Schulen sieht Oberhummer massiv in Frage gestellt. „Ein Indoktrinationsprogramm für Kinder gehört nicht in eine staatliche Institution und kostet der Allgemeinheit mehr als 600 Millionen Euro im Jahr.“ Zu dieser Einsicht sollten auch die Verantwortlichen kommen. „Stattdessen versteckt man sich hinter Scheinargumenten wie denen der kulturellen Prägung, Traditionen und ähnlichen Allgemeinplätzen. Was das genau heißt, hat noch niemand schlüssig argumentiert.“ Offensichtlich werde das bei der Diskussion um Kreuze in Schulklassen und Kindergärten. „Immer mehr Menschen lehnen Religionsgemeinschaften ab, aber die Vertreter der Schulbehörden, Politik und Kirche äußern nur Floskeln dazu oder übergehen das einfach. Da geht es ganz offenkundig nur mehr darum, eine schwindende Machtposition mit Symbolen aufrecht zu erhalten.“ Oberhummer fordert ein Aus für den Religionsunterricht. Kinder konnten auch niemals selbstständig entscheiden, ob sie überhaupt der Institution der Kirche beitreten wollen. Ein besonderes Anliegen ist ihm auch die Abschaffung  von Kreuzen in Schulen und Kindergärten. Das widerspricht den Menschenrechten, wie erst kürzlich festgestellt wurde, und stellt für einen großen Teil der Bevölkerung nur mehr ein Machtsymbol der Kirche dar. „Wenn immer mehr Menschen der Kirche in Scharen davonlaufen, werden auch die Argumente weniger, die diese Situation weiterhin rechtfertigen“, fordert Oberhummer. Der Zentralrat der Konfessionsfreien ist das Angebot einer rechtlichen Vertretung der 1,8 Millionen Konfessionsfreien in Österreich.

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Wed, 13 Jan 2010 20:46:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4950/kirchenaustritt-konfessionsfreie-fordern-aus-fur-religionsprivilegien
Zentralrat der Konfessionsfreien hat sich konstituiert http://linzerschnitte.at/items/view/4795/zentralrat-der-konfessionsfreien-hat-sich-konstituiert

Die etwa 1,8 Millionen Konfessionsfreien in Österreich haben endlich eine rechtliche Vertretung. Am 22.12.2009 hat sich der Zentralrat der Konfessionsfreien konstituiert. Zu seinem ersten Vorsitzenden wurde der emeritierte Physikprofessor Heinz Oberhummer aus Niederösterreich gewählt. Der Verein soll Menschen ohne religiöses Bekenntnis vertreten und ihnen helfen, ihre Bedürfnisse nach außen zu artikulieren. Wenn es um die Diskussion um einen verpflichtenden Ethikunterricht geht oder um Kreuze in Schulklassen und Kindergärten, werden Religionsgemeinschaften wie selbstverständlich um eine Stellungnahme gebeten. Die ca. 1,8 Millionen Menschen ohne religiöses Bekenntnis werden nicht gefragt. „Diesem unhaltbaren Zustand wollten wir mit der Gründung des Zentralrats Rechnung tragen“, sagt Zentralratsvorsitzender Heinz Oberhummer. „Wenn man sich die Debatte um den Ethikunterricht ansieht, reden sehr viele Menschen mit, ohne die eigentlich Betroffenen zu fragen. Das sind die Konfessionsfreien. Es sind deren Kinder, die den Großteil der SchülerInnen ausmachen, die nicht in den konfessionellen Religionsunterricht gehen.“ Eine politische Entscheidung, wie sie gerade in Vorbereitung sei, sei eine Entscheidung über den Kopf der Betroffenen hinweg. „Das ist, als ob man einen Männerbund um Rat bitten würde, ob eine Frauenquote eingeführt werden soll.“ Mit dem Verein gebe es eine einheitliche Vertretung für Konfessionsfreie in Österreich. „Ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung“, zeigt sich Oberhummer überzeugt. „Das fängt bei Kreuzen in Schulklassen an und endet bei den finanziellen Privilegien von Religionsgemeinschaften. Die wenigsten Menschen ohne religiöses Bekenntnis etwa wissen, dass sie mit ihren Steuern 1,25 Milliarden Euro jährlich allein an Bundesausgaben zugunsten der Religionsgemeinschaften mitfinanzieren.“ Zentralrat wird von AG-ATHE, AHA, und Freidenkerbund getragen Positiv äußern sich auch die Trägervereine. „Jetzt ist die Ausrede weg, dass es auf atheistischer oder konfessionsfreier Seite für die Politik keinen Ansprechpartner gibt“, sagt Theo Maier vom Freidenkerbund. „Mit dem Verein und einem renommierten Wissenschaftler wie Heinz Oberhummer haben wir eine geeinte und starke Stimme.“ „Sicher geben die Trägervereine ein Stück ihres Selbstverständnisses auf. Aber gemeinsam sind wir stärker“, kommentiert Erich Eder von AgnostikerInnen und AtheistInnen für ein säkulares Österreich. Wolfgang Huber von der Allianz für Humanismus und Atheismus: „Wir haben unser Angebot bisher vor allem an AtheistInnen und AgnostikerInnen gerichtet. Dieser Verein ist ein Angebot an alle Konfessionsfreien.“ Der Zentralrat bringe frischen Wind in die Debatte in Österreich. Wie verstaubt die sei, zeigten nicht zuletzt die Reaktionen auf die Verfassungsklage gegen das niederösterreichische Kindergesetz. Als erste „Amtshandlung“ stellt sich Oberhummer demonstrativ hinter den Vater, der den Verfassungsgerichtshof angerufen hat um die verpflichtende religiöse Erziehung von Kindern aus dem nö. Kindergartengesetz streichen zu lassen. „Religion darf niemandem aufgezwungen werden. Vor allem nicht Kindern“, sagt er. Dem Zentralrat können sich alle weiteren Vereine anschließen, die sich für die Anliegen von Konfessionsfreien, AtheistInnen und AgnostikerInnen einsetzen. Zur Person: Heinz Oberhummer ist emeritierter Physik-Professor an der TU Wien. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er mit seinem Buch ”Kann das alles Zufall sein?” bekannt, das mehrere Preise einheimste. Im Ruhestand hat sich der 68-Jährige der Aufklärung verschrieben. Unter anderem tourt er mit den ”Science Busters” durch Österreich und erklärt auf humorvolle Weise scheinbar unerklärliche Phänomene wie katholische Blutwunder wissenschaftlich. Heinz Oberhummer ist auch in der Giordano-Bruno-Stiftung aktiv.

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Wed, 23 Dec 2009 18:39:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4795/zentralrat-der-konfessionsfreien-hat-sich-konstituiert
WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religonslehrer! Vol. 4. Das Ende http://linzerschnitte.at/items/view/4760/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-4-das-ende

Von Bogumil Balkansky, dasbiber.at Du bist nun in der TODESZONE! Kein Scherz! Dein Leben hängt nämlich an einem seidenen Faden und dein Schicksal bestimmt jetzt nur eine einzige Frage: „Sind meine Eltern religiös genug, um mich für mein ketzerisches Betragen gegenüber ihrem Gott auch so zu bestrafen, wie ihr Gott es wünscht?“ Denk gut nach! Schließlich waren deine Eltern religiös genug, dich in den Reli-Unterricht zu stecken! Ohne zu fragen, was du davon hältst! Damit haben sie zwar dein Menschenrecht auf freie Wahl und Ausübung von Religion völlig missachtet, aber kein geltendes Gesetz der Republik gebrochen. Noch nicht… Was dir blüht, wenn deine Eltern TurboChristen sind Wenn deine turbo-christlichen Eltern meinen, du seiest vom Teufel besessen, weil du dumme Fragen über Gott stellst, dann holen sie einen Exorzisten. Ja, es gibt ihn! Aber weil „Exorzist“ zu sehr nach Hokus-Pokus klingt, nennen die Katholiken ihn: „Beauftragter für das Befreiungsgebet“. Dieser Mann ist Priester und speziell geschult, den Teufel aus dir auszutreiben. Nebenbei kann er auch Homosexualität heilen, praktischerweise mit ein und dem selben „Befreiungsgebet“. Solche „Teufelsaustreiber“ haben so gut wie alle christlichen Sekten, nicht nur die katholische. Teufelsaustreibungen enden oft tödlich. Vor Gericht wird sich dein Mörder womöglich nie verantworten. Seine Kirche versetzt ihn einfach in ein Land, das nicht ausliefert. Was dir blüht, wenn deine Eltern TurboMuslime sind Wenn deine turbo-muslimischen Eltern meinen, deine dumme Fragerei, sei ein Abfall vom Islam, dann hast du echt Stress! Wenn du ein Mädchen bist, kannst du das aber überleben. Deine Eltern könnten dich in den nächsten Ferien in der alten Heimat mit dem Onkel deines Großvaters Zwangsverheiraten. Das ist nicht so schlimm. Deine Eltern haben dir ja möglicherweise bereits die Genitalien verstümmeln lassen und dich in einen Ganzkörperschleier gesteckt. Und dein neuer Ehemann wird dich nur ein Mal in der Woche vergewaltigen, weil er schon 70 ist. Getötet wirst du als Mädchen nur, wenn du dem Greis davonläufst. Dann wird dich einer deiner männlichen Verwandten, ein Bruder oder Cousin, in eine Falle locken und dir Säure ins Gesicht schütten, um dich anschließend zu erschießen, zu erstechen, zu erwürgen und zu köpfen. Vor Gericht wird sich dein Mörder dann auf seine Religion, Tradition und gute Sitte berufen. Wenn du ein Junge bist, könntest du ebenfalls zwangsverheiratet werden. Mit einer minderjährigen Cousine, die du noch nie gesehen hast. Wahrscheinlicher aber ist es, das man dich zum Abschuß freigibt. Ein muslimisches Kind wie du, das vom Islam abfällt, darf, soll, muss von jedem anderen Moslem ermordet werden. Du kannst nur noch deine Beine in die Hand nehmen und nach Kuba auswandern. Da bist du in Sicherheit weil die einzigen TurboMuslime auf Kuba, hinter dem Gitter von Guantanamo Bay leben. Wenn du es aber nicht auf die Zuckerinsel oder auf die Antarktis schaffst, wird sich dein Mörder vor Gericht auf seine Religion, Tradition und gute Sitte berufen. Nun die gute Nachricht Wenn deine Eltern Voodoisten aus Haiti sind, sag ihnen, du hättest schon zwei Puppen mit ihren Fingernägeln und Haaren versehen und an einem sicheren Ort gebracht. Ein Freund, der ein Huhn besitzt wird die Puppen mit Nadeln spicken, wenn dir was zustoßen sollte. Damit bist du bei Voodoo-Eltern aus dem Schneider! Wenn deine Eltern Buddhisten sind, hast du kein Problem! Die haben keinen Gott, also hast du keinen Gott beleidigt und alles bleibt gut. Achte einfach auf dein Karma! Und am Ende: Die WICHTIGE NACHRICHT: Du hast RECHTE! Wenn du 16 bist, MigraÖsterreicher mit österreichischem EU Pass, hast du ein Wahlrecht. Unabhängig von deinem Reisepass darfst du dir ohne Wissen der Eltern die „Pille“ verschreiben lassen, du darfst dein Kopftuch gegen eine Mütze eintauschen, du darfst bei Gericht beantragen, für mündig erklärt zu werden… … und du darfst versuchen, dich selbst vom Religionsunterricht abzumelden! Wenn du das überlebst, poste deine Erfahrungen (anonym) oder schick mir ein (anonymes) Mail: sreten666@gmx.at BB

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Fri, 18 Dec 2009 17:38:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4760/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-4-das-ende
WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religonslehrer! Vol. 3. http://linzerschnitte.at/items/view/4714/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-3

Von Bogumil Balkansky, dasbiber.at Nun kommt ihr in die heiße Phase. Denn möglicherweise hat euer Reli-Lehrer bereits mit euren Eltern Kontakt aufgenommen. Wenn das der Fall ist, hier mein Rat: Bestreitet alles und betet euch und euren Eltern demonstrativ einen Rosenkranz ´runter. Oder setzt 17 Kopftücher gleichzeitig auf. Oder ihr beißt einem lebenden Huhn den Kopf ab und trinkt sein Blut, falls eure Eltern Voodooisten aus Haiti sind. Das muss dann bis zum Eltersprechtag reichen. Danach zeigt euch die Reaktion eurer Eltern wie erfolgreich ihr wart. Und wo Gott wohnt… Aus der Reihe WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Heute: 3. STUNDE – Die Sache mit dem Heiligen Buch Möglicherweise versucht dein Reli-Lehrer dir zuvor zu kommen und dir ein Referat zum Thema Atheismus umzuhängen. Zeige dich begeistert von dieser Idee und frag´ den Reli-Lehrer sofort: „WARUM SIND ATHEISTEN SO PFUI?“ SAGT LEHRER: Genau das sollst du in deinem Referat herausarbeiten und uns allen hier vortragen! Ich habe dir schon zwei Gründe genannt, warum Atheisten pfui sind. Hast du mir überhaupt zugehört? SPRICHSTU: Hab ich! Sie haben gesagt, die Atheisten haben keine Moral und sind lauter Zwangerln. Und dann haben Sie gesagt, George Bush ist kein Diktator. Aber für das Referat brauche ich noch einen dritten Grund. SAGT DANN LEHRER: Na gut! Hier hast du ihn: Atheisten sind so unsagbar pfui, weil ihre Botschaft leer ist! Wir Gläubigen haben unser Heiliges Buch und darin ist die wahre Botschaft: Liebe, Toleranz, Friede und Hoffnung! FRAGSTU SOFORT NACH: Es gibt mehrere Heilige Bücher, welches davon ist das richtige? Unseres? SAGT LEHRER: Na, ja… Alle Heiligen Bücher sind im Grunde richtig… HOLSTU WIEDER AUS Aber nur unser Heiliges Buch ist ganz, ganz richtig und total nach Gottes Wille, vom Alpha bis zum Omega? Oder? SAGT LEHRER: Ja, das glauben wir! Das ist unser Glaube! PUNKTEST DU: Sagen das die anderen Gläubigen nicht auch von ihren eigenen Heiligen Büchern? Wie kann ich sicher sein, das nur unser Heiliges Buch super-richtig ist? SAGT LEHRER: Das musst du eben glauben! Das ist ja das wunderbare Mysterium unserer Religion: wir glauben ohne zu wissen. Unsere Sicherheit ist unser Glaube! Kapiert? Und alles das, haben die Atheisten nicht! JETZT SAGSTU: Also: Wir wissen nichts, aber wir glauben das Richtige! Diese anderen Gläubigen wissen auch nichts und glauben das Falsche! Und diese Atheisten wissen ebenfalls nichts und glauben auch nichts! Und das heißt: Wir haben noch das Meiste von Allen! Klingt logisch! DA ZUCKT LEHRER FAST AUS: Aber darum geht es doch gar nicht! Es geht nicht um Mehr oder Weniger, es geht um die Wahrheit! Im Glauben! Kapierst du das endlich!? MACHSTU SMASH DOWN: Ja! Endlich habe ich es kapiert! Wir sind nicht pfui, weil wir glauben das die richtige Wahrheit nur in unserem Heiligen Buch richtig wahr ist. Die Anderen Gläubigen sind pfui, weil sie das falsche Heilige Buch haben, aber glauben es sei das Richtige. Die Atheisten sind pfui, weil sie weder ein Heiliges Buch haben, noch an etwas glauben. Klingt logisch! KLINGT PAUSENGLOCKE! NÄCHSTE STUNDE IM NÄCHSTEN BLOG! LIESTU! BB

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Wed, 16 Dec 2009 08:57:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4714/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-3
Comment on Die Freiheit die wir ablehnen by judith http://linzerschnitte.at/items/view/4664/comment-on-die-freiheit-die-wir-ablehnen-by-judith

Wie kommen anständige Katholiken überhaupt dazu, das News zu lesen?

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Fri, 11 Dec 2009 20:30:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4664/comment-on-die-freiheit-die-wir-ablehnen-by-judith
Die Freiheit die wir ablehnen http://linzerschnitte.at/items/view/4662/die-freiheit-die-wir-ablehnen

Freiheit. Ein unguter Begriff. Kommt er doch in Worten wie Religionsfreiheit vor, die nicht nur bedeuten, dass die Juden, Muslime, und wie die Ungläubigen alle heißen, in Österreich ihren Irrtum offen ausleben dürfen, sonder dass AtheistInnen und AgnostikerInnen ungestraft ihren Krieg gegen Gott und seine Diener führen dürfen. Auch die sogenannte Freiheit der Kunst ist so ein Begriff – wer hat denn die schönsten Kunstwerke Europas gemacht? Gläubige im Auftrag und Sold der katholischen Kirche! Doch Manfred Deix, ein sogenannter “Karikaturist”, will sich auf diese Freiheit berufen, wenn er gar gotteslästerlichen Schund zeichnet, und dafür von NEWS sogar noch bezahlt wird. Doch damit ist jetzt Schluss! Wiener Diakone wollen die Staatsanwaltschaft dazu bewegen, endlich ihres Amtes zu walten und gemäß § 188 StGB, der besagt: § 188. Wer öffentlich eine Person oder eine Sache, die den Gegenstand der Verehrung einer im Inland bestehenden Kirche oder Religionsgesellschaft bildet, oder eine Glaubenslehre, einen gesetzlich zulässigen Brauch oder eine gesetzlich zulässige Einrichtung einer solchen Kirche oder Religionsgesellschaft unter Umständen herabwürdigt oder verspottet, unter denen sein Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. gegen Manfred Deix vorzugehen. Es ist nicht einzusehen, wieso der legitime Schutz der Religion totes Recht sein sollte. Im 21. Jahrhundert sollten wir Häresie wie diese “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” und ihre Schwester, die “Europäische Menschenrechtskonvention” hinter uns lassen, und uns nach den schweren Sünden des 20. Jahrhunderts, die unmittelbare und dirkete Konsequenzen des Unglaubens waren, endlich wieder Gott dem Herr und seinem Stellvertreter auf Erden, dem Papst, zuwenden. Den seht seine Weisheit: Die menschliche Vernunft braucht den Anhalt an den großen religiösen Traditionen der Menschheit. Sie wird die einzelnen religiösen Traditionen durchaus kritisch betrachten. Die Pathologie der Religion ist die gefährlichste Erkrankung des menschlichen Geistes. Sie existiert in den Religionen, sie existiert aber gerade auch dort, wo Religion als solche abgewiesen und relativen Gütern absoluter Rang zugewiesen wird: Die atheistischen Systeme der Neuzeit sind die erschreckensten Beispiele einer ihrem Wesen entfremdeten religiösen Leidenschaft, das heißt aber einer lebensgefährlichen Erkrankung des menschlichen Geistes. Wo Gott geleugnet wird, wird Freiheit nicht aufgebaut, sondern ihres Grundes beraubt und daher verzerrt. Josef Kardinal Ratzinger aka Benedikt XVI in “Freiheit und Wahrheit“

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Fri, 11 Dec 2009 19:02:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4662/die-freiheit-die-wir-ablehnen
Comment on WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Vol. 1. by nöä http://linzerschnitte.at/items/view/4658/comment-on-wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1-by-noa

Danke – wie immer genial

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Wed, 09 Dec 2009 21:36:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4658/comment-on-wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1-by-noa
WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religonslehrer! Vol. 2. http://linzerschnitte.at/items/view/4640/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-2

Von Bogumil Balkansky, dasbiber.at Diejenigen unter euch BiberistInen, die Reli nur haben, weil die Eltern es so wollen, können im neuen Schuljahr ein wenig Spaß mit ihrem Reli-Lehrer haben. Was eure Eltern dann nach dem ersten Elternsprechtag mit euch anstellen, wird euch zeigen, wie erfolgreich ihr wart. Und wo Gott wohnt… Aus der Reihe WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Heute: 2. STUNDE – Die Sache mit der Missionierung Nun hast du in der 1. Stunde eine fette Salve auf den Reli-Typen abgelassen und er musste sich winden! Heute wird er versuchen, auszuweichen. Erinnere deinen Lehrer an seinen Lehrauftrag, den er vom Bildungsministerium (und von Gott) erhalten hat und fordere Antworten! Du bist ja in der Schule, um etwas zu lernen, oder? FRAGSTU WIEDER: „WARUM SIND ATHEISTEN SO PFUI?“ SAGT LEHRER: Das habe ich dir schon letzte Stunde gesagt! SAGSTU: Sie haben nur gesagt, dass George Bush kein Diktator war. ALSO SAGT LEHRER: Atheisten sind so ober-pfui, weil sie anderen Menschen ihre Sicht der Dinge aufzwingen wollen! Deswegen sind Atheisten pfui! FRAGSTU: Herr Lehrer, hängt nicht in unserem österreichischen Klassenzimmer ein Kreuz? Hängt nicht ein Kreuz in jedem Klassenzimmer, in jeder öffentlichen Schule, in jedem Gericht, in jedem Amtshaus? Und steht nicht ein Kreuz auf jedem österreichischem Gipfel? LEGSTU NACH: Warum neben jedem Kreuz nicht auch der Halbmond und der Davidstern? Warum nicht ein Schild mit dem Text: „Gott gibt es! Oder auch nicht! Glaubt was ihr wollt!“? LANDESTU TREFFER: Genügen nicht die Kreuze auf und in den Kirchen? Und um die Hälse der Gläubigen? Sind alle anderen Kreuze nicht überflüssig? Aufdringlich? Aufgezwungen? ANTWORTET LEHRER: Ja, aber die Atheisten, sie missionieren! Wenn es sein muss, auch mit Gewalt! Das ist doch ur-pfui! HOLSTU NOCHMAL AUS: Es gibt viele konfessionelle Schulen in Österreich, wie viele atheistische Schulen? (KEINE) Es gibt das Unterrichtsfach „Religion“, gibt es ein Fach „Atheismus“? (NEIN) Es gibt staatlich bezahlte Religionslehrer, gibt es Atheismuslehrer? (HM?) Es gibt im staatlichen Fernsehen eine Abteilung „Religion“ die religionsbezogene Sendungen produziert, gibt es auch eine Abteilung „Atheismus“? (GOTTSEIDANK NICHT!) LANDESTU WIEDER TREFFER: Hab ich eine falsche Vorstellung von Missionieren? Wer missioniert hier wen? UND SMASH DOWN: Sagt nicht ein Sprichwort in Lateinamerika: „Die Spanier brachten uns das Kreuz mit dem Schwert bei!”? Was genau meinen die Lateinamerikaner damit? Gewalt vielleicht? PAUSENGLOCKE! Gutes Timing! Aber du kannst noch den rachsüchtigen, hasserfüllten Blick sehen, den dir dein Reli-Lehrer zuwirft. NÄCHSTE STUNDE IM NÄCHSTEN BLOG! LIESTU! BB

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Wed, 09 Dec 2009 16:16:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4640/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religonslehrer-vol-2
Comment on WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Vol. 1. by Herrerbarmedich http://linzerschnitte.at/items/view/4639/comment-on-wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1-by-herrerbarmedich

Ein wunderbar klar formulierter Text mit einem schönen rhetorischen Aufbau! Genial

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Mon, 07 Dec 2009 13:01:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4639/comment-on-wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1-by-herrerbarmedich
WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Vol. 1. http://linzerschnitte.at/items/view/4602/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1

Von Bogumil Balkansky, dasbiber.at Meine hasserfüllte Hasspredigt gegen alle Menschen „Guten Glaubens“ ist als kleiner Ratgeber getarnt. Er richtet sich an die typischen dasbiber LeserInen: junge Migras die zur Schule gehen und den jeweiligen Religionsunterricht besuchen, weil ihre Eltern das so wollen. Diejenigen unter euch BiberistInen, die Reli schon immer als Landplage empfunden haben, können im neuen Schuljahr ein wenig Spaß mit ihrem Reli-Lehrer haben. Was eure Eltern dann nach dem ersten Elternsprechtag mit euch anstellen, wird euch zeigen, wie erfolgreich ihr wart. Und wo Gott wohnt. Für alle, die dennoch eintreten und alle Hoffnung im Tausch gegen Wissen fahren lassen wollen, hier die Basics: Du bist nicht allein: Meine Recherche hat ergeben, dass immer mehr MigraKids bewusst der Religion ihrer Eltern und Reli-Lehrer absagen. Und selbst entscheiden, was sie glauben wollen. Das ist ihr gutes Recht! Oder etwa nicht? Vergiss niemals: Dein Reli-Lehrer ist meistens ein geschulter Theologe oder manchmal einfach irgendein Typ dem man erlaubt hat, euch Kids zu unterrichten. In beiden Fällen kennt er gewisse Antworten auf kritische Fragen. Und wird sie dir herunterbeten. Deswegen: Lüge niemals! Stelle niemals Behauptungen auf! Stelle nur Fragen! Wenn du doch Behauptungen aufstellst, formuliere unschuldig und naiv! Mach also einen auf: Kindermund tut Wahrheit kund! Resultat: Wenn deinem Reli-Lehrer die Antworten ausgehen, beginnt dein Spaß! Wenn deine Eltern davon erfahren, endet dein Spaß abrupt! Und nun: „Möge die Macht mit dir sein, Pilger!“ Aus der Reihe WIE TICKEN ATHEISTEN – Frag deinen Religionslehrer! Heute: 1. STUNDE – Die Sache mit der Moral FRAGSTU LEHRER: „WARUM SIND ATHEISTEN SO PFUI?“ (Du kannst es auch anders formulieren…) SAGT LEHRER: Ganz einfach: weil sie keine Moral haben! Religiöse Menschen haben die Moral von Gott, zum Beispiel die „Zehn Gebote“ oder die „Sharia“ oder sonst was. LEHRER GRINST SIEGESSICHER SAGSTU: Ist es wahr, dass die ersten drei Gebote nur von Gott selbst handeln? Ist nicht genug Moral in den restlichen sieben Geboten, wo nur die Rede von uns Menschen ist? SAGSTU SOFORT DARAUF NOCH: Ist es wahr, dass ein Moslem der die Religion wechselt, mit dem Tod bestraft wird? Ist es wahr das jeder gute Moslem die Pflicht hat, so einen zu ermorden? Und was genau ist daran die Moral? SAGT LEHRER: Man sieht doch was Adolf Hitler, Josef Stalin, Pol Pot, Mao Tse Tung oder Kim Il Sung – lauter gottlose Diktatoren – für abscheuliche Verbrechen begangen haben! FRAGSTU: War Hitler nicht katholisch erzogen? (ER WAR) Hat die SS nicht getaufte Christen bevorzugt? (SIE HAT) Hatten die Nazi keine altgermanische Pseudoreligion? (BEI WOTANS HAMMER!) DANN FRAGSTU AUCH DAS: Gibt es nur gottlose kommunistische Diktatoren? War der spanische Diktator Francisco Franco nicht ein strenggläubiger Katholik? Der kroatische Diktator Ante Pavelic auch? Der chilenische Diktator Augusto Pinochet auch? Wie fast alle anderen Latino-Diktatoren auch? LEGSTU NACH: Was ist mit Julius Cäsar? Hat der nicht an den Gott Jupiter geglaubt? Was ist mit dem bösen Pharao? Hat der nicht an Osiris, Ra und Amun geglaubt? MACHSTU TODESSTOß: Was ist mit George W. Bush? Lehn dich zurück und beobachte wie sich dein Reli-Lehrer windet. Idealerweise wird jetzt die PAUSENGLOCKE läuten. Aber du wirst deinen Reli-Lehrer noch zischen hören: „George Busch war KEIN Diktator!“ NÄCHSTE STUNDE IM NÄCHSTEN BLOG! LIESTU! BB

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Mon, 07 Dec 2009 12:03:00 +0100 http://linzerschnitte.at/items/view/4602/wie-ticken-atheisten-frag-deinen-religionslehrer-vol-1